Wiblingen CDU sieht Qualität der Schulen in Gefahr

Wiblingen / SWP 24.02.2016
Um die Qualität der Schulen im Land ging es bei einer Veranstaltung der Kreis-CDU im Wiblinger Musikerheim. Offenbar ein Thema, das zieht.

Mehr als 30 interessierte Bürger kamen, um mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion, Karl-Wilhelm Röhm, dem Ulmer Gymnasiallehrer und Landesvorsitzenden des Philologen-Verbandes, Bernd Saur, sowie dem Ulmer CDU-Landtagskandidaten Dr. Thomas Kienle zu diskutieren.

Die Referenten zogen zunächst eine erwartungsgemäß kritische Bilanz grün-roter Schulpolitik. Kienle analysierte das Ergebnis aus städtischer Perspektive, Röhm aus der Sicht des Gesetzgebers, Bernd Saur aus der Perspektive der Pädagogen. Scharf ins Gericht gingen die Referenten mit der Gemeinschaftsschule. Deren Einführung sei ideologisch motiviert gewesen, Ziel: die Einheitsschule. Doch statt schwächere Schüler aus bildungsfernen Familien zu fördern, verlören gerade diese Schüler durch das geforderte Selbstmanagement schnell den Anschluss, so Röhm. Dagegen setze die CDU auf eine Stärkung der Realschule und des Gymnasiums. "Ein bewährtes Schulsystem, das Kindern viele verschiedene Wege eröffnet, um sich zu qualifizieren."

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum, das überwiegend aus Lehrern und besorgten Eltern bestand, bestätigte sich diese Sichtweise. Besonders die Lehrer berichteten von Überforderung, einen hohem Frustpotenzial und "praxisfernen Anweisungen aus Stuttgart". Auf den Punkt sagt es CDU-Alt-Stadtrat Herbert Dörfler: "Am 13. März entscheiden wir über das Wohl unserer Kinder und Enkelkinder."

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel