Wir lesen arbeitet nicht nur mit Schulen, sondern auch mit anderen Bildungseinrichtungen zusammen. So ist auch das Vater-Kind-Projekt zur SÜDWEST PRESSE gekommen und  hat die Redaktionsräume ein wenig erkundet. Kinder, die das Optimus-Lernforum besuchen und ihre Väter sind dabei in der Familien-Bildungsstätte Ulm zusammengekommen. Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Kultur, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

An drei Samstagen haben die Väter zusammen mit ihren Kindern gearbeitet. Im Mittelpunkt des Tuns: Der Spatz, das Ulmer Wappentier. Gemeinsam wurden mit Cordula Krusche vom Kreativraum die Woll-Spatzen gebastelt. An einem folgenden Samstag gab es von Anne Radlinger, Referentin an der Familien-Bildungsstätte Ulm, eine Einführung in die Fotografie, so dass alle Teilnehmer ihre Erlebnisse mit ihrem Ulmer Spatz mit Text und Bild festhalten konnten. Was der Spatz erleben sollte, mussten sich die Teams natürlich erst noch ausdenken.

Entstanden sind kleine und größere Geschichten, ganz nah am Leben oder im weiter weg in der Phantasiewelt. Am dritten Samstag besuchten die Teilnehmer die SÜDWEST PRESSDE, um ihre Geschichten und Fotos auf einer Zeitungsseite zu platzieren.

Serdar und Timur etwa haben eine ganz phantasievolle Bildergeschichte geschrieben oder schon fast gebastelt. Natürlich digital am Computer, gehalten im Comicstil. Hier ihre Geschichte über das Projekt.

Ausflug ins All

„Es fing alles im Oktober an. Papa und Sohn haben am „Ulmer Spatz besteln“ teilgenommen. Im Optimus-Lernforum bastelten sie den grün-gold-bläulichen Spatz. Die beiden mussten im Teamwork arbeiten. Nach drei Stunden Arbeit war der Spatz geboren. Der Spatz konnte gar nicht fliegen, aber er wollte unbedingt ins Weltall. Sie haben sich auf die Reise nach Texas gemacht, um den Spatz mit der nächsten Rakete zum Mond zu schicken. Der Spatz ist zum Mond geflogen und dort mit dem Mondrover herumgefahren. Der Spatz kam zurück und sie haben ihre Geschichte mit Bildern bei der Familienbildungsstätte erzählt. Zum Schluss haben die drei ihre Geschichte in der Zeitung an die Öffentlichkeit gebracht.“

Die anderen Kinder haben konkrete Geschichten gewählt, um ihren Spatzen die weite Welt zu zeigen. Betül  etwa hat sich mit ihrem kleinen Spatzen aufgemacht, um Ali im Haarstudio zu besuchen. Ömer Ali stellte in seiner kleinen Geschichte das Fliegen in den Mittelpunkt. Nicht ganz abwegig bei einem Federvieh. Obwohl sein Wollspatz natürlich nicht fliegen kann – es sei denn, man wirft ihn.

Auch der Spatz Edi wurde auf Reisen geschickt. Er hat sogar eine Freundin gefunden, mit einem andersfarbigen Federkleid und mit Namen Büdü. Ein weiterer Spatz ist durch ein offenes Fenster in die Wohnung gelangt, um dort den leckeren Schokokuchen zu picken. Atiqullahs Vogel hat sich mit einem Freund an der Donau getroffen und dann Ulm entdeckt, vom Metzgerturm die Donau entlang bis hin zur Rathaustreppe.