Ulm Bundesverdienstkreuz am Bande für IHK-Präsident Peter Kulitz

Der stellvertretende Ministerpräsident Nils Schmid (rechts) hat IHK-Präsident Peter Kulitz am Montagabend vor 200 Gästen im Ulmer Haus der Wirtschaft das Bundesverdienstkreuz am Bande ans Revers geheftet.
Der stellvertretende Ministerpräsident Nils Schmid (rechts) hat IHK-Präsident Peter Kulitz am Montagabend vor 200 Gästen im Ulmer Haus der Wirtschaft das Bundesverdienstkreuz am Bande ans Revers geheftet. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / FRANK KÖNIG 18.01.2016
Hohe Auszeichnung für den Präsidenten der Industrie- und Handelskammer Ulm: Peter Kulitz erhielt am Montagabend bei einem Festakt aus den Händen von Minister Nils Schmid das Verdienstkreuz am Bande.
Peter Kulitz ist eine „außergewöhnliche Persönlichkeit“ und ein „Kämpfer für den Standort“. Das sagte Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid am Montagbend bei der feierlichen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande an den Präsidenten der IHK Ulm sowie des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags. Schmid zeigte auf, wie Kulitz sich vor allem für Themen wie Bildung – mit der internationalen Schule Ulm/Neu-Ulm – und Fachkräftesicherung eingesetzt habe, außerdem nun für die Integration von Flüchtlingen in Arbeit.

Die Auszeichnung für den IHK- Präsidenten spiegle nicht zuletzt den hohen Stellenwert des Ehrenamts in den Kammern wider, betonte der Minister vor 200 Ehrengästen im Ulmer Haus der Wirtschaft. Mit einem Augenzwinkern merkte Schmid an, Kulitz habe die grün-rote Landesregierung nach ihrem Start zwar kritisch begleitet, aber letztlich auf Diplomatie gesetzt. Er habe die Interessen der Wirtschaft des Landes auch bei zahlreichen Delegationsreisen vertreten und insgesamt „Herausragendes geleistet“.

Kulitz zeigte sich bewegt über die Ehrung, die Schmid im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck überreicht hatte. Er machte klar, dass er sich trotz Neutralitätspflicht und Angriffen bei seinem Einsatz für S 21 als politischen IHK-Präsidenten verstehe. Dafür verspüre er den nötigen Rückhalt der Kammer.

Ansonsten sagte Kulitz, der sowohl in Ulm als auch Stuttgart nach Satzungsänderungen in einer zuvor nicht möglichen dritten Amtszeit agiert: „Dass ich’s gerne mache, wissen Sie alle.“ Er erfahre auch Unterstützung aus seiner Firma Esta in Senden, seiner Ulmer Kanzlei und vor allem von seiner Frau Ulrike. Kulitz zeigte sich überzeugt, Deutschland könne die Flüchtlingskrise bewältigen und warnte vor einer Protestwahl bei der Landtagswahl im März. Wenn letztlich immer mehr Länder ihre eigenen Interessen pflegen, könne „Europa zerbrechen“.

Der scheidende Oberbürgermeister Ivo Gönner knüpfte ansonsten in einer launigen Festrede an die Amtsverlängerungen des Präsidenten – in Ulm bis 2018 – an und sagte mit Blick auf dessen langjähriges und erfolgreiches Wirken scherzhaft: „Die IHK kann das mit der Präsidentschaft endlos verlängern.“

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