Das gab Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) in Berlin bekannt. Bei der Entscheidung nicht nur die fachliche Kompetenz eine Rolle gespielt, sondern auch die „Passfähigkeit der Strategie“ des Standorts, der volkwirtschaftliche Nutzen und die Nachhaltigkeit des Konzepts. Eine wichtige Rolle spielte das Recycling von Batteriezellen.

Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zeigte sich über die Entscheidung enttäuscht. „Wir haben ein hervorragendes und überzeugendes Konzept vorgelegt. Wir waren fest davon überzeugt, dass im bundesweiten Wettbewerb kein Weg an uns vorbeiführt und haben uns die besten Chancen für die Standortentscheidung ausgerechnet“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Karliczek bestritt, dass ich die Gründungskommission eine Empfehlung für Ulm ausgesprochen habe, wie es nach der letzten Sitzung am Dienstag geheißen hatte. Bei den fachlichen Konzepten seien alle sechs Bewerber sehr nahe beieinander gewesen. Sie bestritt, dass anderes als die „fachliche Expertise“ eine Rolle gespielt habe. Die Ministerin ist Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Steinfurt III nördlich von Münster. Die Entscheidung sei in ihrem Haus gefallen, aber sie habe sich bisher „ aus der Geschichte herausgehalten“.

Reaktion von Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch

„Ich hätte mir gewünscht, dass die Bundesministerin dem Votum der Gründerkommission folgt. Dass es jetzt Münster wird, hat wohl mit anderen Erwägungen zu tun. Trotzdem ist Ulm ein führender Batterieforschungs-Standort, der Unterstützung verdient hat. Wir erwarten jetzt, trotzdem vom Bund gefördert zu werden“, sagte Gunter Czisch gegenüber der Südwest Presse.

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