Ulm / CST Der Ulmer BUND schreibt in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Ivo Gönner und an den Ulmer Gemeinderat: "Uns ist bewusst, dass die Stadt kein privatwirtschaftlich tätiges Unternehmen einseitig bevorzugen kann", und bietet Unterstützung an.

"Uns ist bewusst, dass die Stadt kein privatwirtschaftlich tätiges Unternehmen einseitig bevorzugen kann." Sie sollte aber das Carsharing fördern, indem sie die zum Jahreswechsel frei werdenden Car2go-Stellplätze - Car2go zieht sich wie berichtet aus Ulm zurück - dem bestehenden Betreiber Confishare anbietet. Das schreibt der Ulmer BUND in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Ivo Gönner und an den Ulmer Gemeinderat.

Die Forderungen werden noch konkreter: Mittel- und langfristig sollte die Stadt insbesondere an stark frequentierten Haltestellen des öffentlichen Verkehrs Flächen für die Einrichtung von Carsharing-Stellplätzen vorsehen. Weiter sollte man daran denken, dass die in Ulm vorhandenen Ladeplätze für Elektrofahrzeuge auch von zukünftigen E-Mobil-Carsharing-Fahrzeugen angefahren werden.

Und: Ebenso die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm und die Entsorgungsbetriebe sollten Carsharing betreiben, "damit so das ein oder andere Dienstfahrzeug überflüssig wird". Der BUND und die Lokale Agenda Ulm 21 bieten sogar ihre Hilfe an, "um Carsharing in Ulm als zeitgemäße und unabdingbare Ergänzung zu den übrigen Verkehrsarten zu stärken und weiter zu entwickeln". Übrigens: Ein Unterschied von Confishare zu Car2go ist, dass die Fahrzeuge wieder am Startpunkt abgestellt werden.