Anton Bertele, der Bürgermeister von Illerkirchberg, strebt keine dritte Amtszeit an. Diese Neuigkeit verkündete er am Mittwoch beim Neujahrsempfang der Gemeinde. Die knapp 16 Jahre als Bürgermeister hätten ihm viel Freude bereitet, aber er werde sich nicht erneut um den Posten bewerben. Berteles zweite Amtszeit endet am 25. August 2020.

Weitere Amtszeit möglich gewesen

Er habe zwar überlegt, zumindest einen Teil der kommenden, achtjährigen Amtszeit abzuleisten, dies jedoch zugunsten „einer anderen beruflichen Herausforderung“ verworfen. Bertele wird im Mai 60 Jahre alt. Die Altersgrenze für die Wählbarkeit beträgt 67 Jahre, eine Amtszeit ist bis 73 Jahre möglich.

Zum Rückzug von Anton Bertele Kommentar: Kein Platz für Animositäten

Illerkirchberg

Anfeindungen und körperliche Gewalt

Konkrete Gründe für seine Entscheidung nannte Bertele nicht. Der Verwaltungswirt stellte jedoch „einen Wandel“ im Umgang mit Gemeindeverwaltungen und Bürgermeistern fest. Allenthalben werde von einer Zunahme persönlicher Anfeindungen bis hin zu körperlicher Gewalt berichtet. Unter diesen Voraussetzungen sei er nicht mehr bereit, Verantwortung zu tragen.

Dank an Ehrenamtliche

Zu danken habe er den ehrenamtlich tätigen Bürgern, dem Gemeinderat, dem Land für gewährte Zuschüsse, den Bediensteten der Gemeinde und vor allem den Rathaus-Mitarbeitern. Das junge Team habe in einer Zeit großer personeller Veränderungen – zuletzt ging der langjährige Hauptamtsleiter Manfred Kornmayer in den Ruhestand – seine Aufgaben hervorragend gemeistert.

Nach der Gemeindeordnung muss die Wahl frühestens drei Monate und spätestens einen Monat vor Freiwerden einer Bürgermeisterstelle abgehalten werden. Den Wahltermin will der Gemeinderat in der Sitzung am 23. Januar festlegen.