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Die Umleitung Kuhberg wegen des Baus der Straßenbahnlinie 2 sorgt für Ärger bei den Anwohnern. Die Fordern nun, dass der Verkehr nicht mehr durch das Wohngebiet geleitet wird.

Vom Oberen Kuhberg soll während der Bauzeit der neuen Straßenbahnlinie 2 eine Umleitung via Tangente und Bundesstraße 311 (B 311) in Richtung Stadtmitte führen. Das fordern knapp 100 Anwohner des Unteren Kuhbergs von der Stadtverwaltung.

In einem Schreiben der Bürgerinitiative „Linie 2 ja – zu hohe Verkehrsbelastung in Wohngebieten nein“ heißt es: „Die jetzige Verkehrsumleitung verursacht ein nicht geahntes und für diese Straßen und das Quartier unangemessenes Verkehrsaufkommen. Lärm und Schmutz sind für die Anwohner von heute auf morgen zu einer extremen Belastung geworden, an die man sich nicht gewöhnen kann und will.“

Eine Unterschriftenliste hat der Vertreter der Initiative Björn Semjan jetzt ans Rathaus geschickt. Vor allem Anwohner der Westerlinger Straße und der St.-Barbara-Straße sind verärgert über die Führung der Umleitung durch ihr Wohngebiet. So heißt es in dem Schreiben: „Zu Stoßzeiten ist es nahezu nicht mehr möglich die Straße zu überqueren, da sich ganze Blechlawinen durch das Wohngebiet wälzen.“ Nächtliche Raser rissen Bewohner aus dem Schlaf.

Die Initiative schlägt deshalb vor, den Verkehr über Tangente und B 311 „über nicht oder nicht so dicht bewohntes Gebiet“ in die Stadt zu führen und die Fahrt durch die Römerstraße stadteinwärts ab dem Einkaufszentrum nur noch für Anlieger zuzulassen.