Warnstreiks Keine Knöllchen: Bürgerdienste in Ulm streiken Freitag

Die Bürgerdienste der Stadt Ulm werden am Freitag bestreikt.
Die Bürgerdienste der Stadt Ulm werden am Freitag bestreikt. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / DPA/SWP 22.03.2018
Am Freitag gibt es wohl keine Strafzettel: In Ulm werden die Bürgerdienste bestreikt.

Nachdem zu Beginn der Woche vor allem im Nahverkehr und in Kindertagesstätten in Baden-Württemberg die Arbeit niedergelegt wurde, weiten sich die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst über die Woche weiter aus. In Ulm etwa werden die Bürgerdienste am Freitag ganztägig bestreikt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

Längere Wartezeiten für Kunden

„Es ist im Vorfeld nicht absehbar, welche Einrichtungen konkret bestreikt werden“, steht in der Mitteilung. Auch die Auswirkungen könnten nur sehr schwer eingeschätzt werden. Es ist aber davon auszugehen, dass sich Verzögerungen in fast allen Bereichen des städtischen Dienstleistungsangebots ergeben werden. „Längere Wartezeiten sind für die Kundinnen und Kunden auf jeden Fall einzukalkulieren.“

Streiks bei der Telekom

Verdi hatte für Baden-Württemberg für Donnerstag weitere Warnstreiks bei der Deutschen Telekom angekündigt. „Damit soll die Telekom gezwungen werden, in dieser dritten laufenden Verhandlungsrunde endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen“, sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Joachim Reiter am Mittwoch. Ab etwa 6 Uhr sollte die Arbeit in den Regionen Stuttgart, Heilbronn, Buchen, Schwäbisch Hall, Ulm, Ravensburg/Weingarten, Rottweil, Donaueschingen, Konstanz Reutlingen und Göppingen niedergelegt werden.

Am Mittwoch waren nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft rund 550 Telekom-Beschäftigte im Streik. Für Donnerstag rechnete Verdi mit gut 1000 Streikenden. Betroffen sind alle Bereiche in der Technik, im Vertrieb und im Service. Die Gewerkschafter fordern 5,5 Prozent mehr Geld. Die Verhandlungen werden am Donnerstag in Berlin fortgesetzt.