Die Verwaltung soll eine Informationsveranstaltung für den Gemeinderat organisieren, um zu klären, inwieweit sich Bürger bei der Planung von kleineren Bauprojekten beteiligen können, etwa bei den anstehenden Wohnungsbauprojekten. Das fordern die Ulmer Grünen-Stadträte Birgit Schäfer-Oelmayer, Annette Weinreich und Michael Joukov in einem Antrag an Oberbürgermeister Ivo Gönner.

Am Beispiel der "Neuen Mitte" habe die Ulmer Stadtgesellschaft schon vor Jahren gezeigt, wie sie mit einer Bürgerbeteiligung umgehen kann. Aus einer anfangs ungeliebten Bewegung sei ein Vorzeigemodell geworden. "Diese Erfolgsstory ist nicht nur den Planenden und der Verwaltung zuzuschreiben, sondern auch dem großen Engagement der Ulmer Bürgerschaft", loben die Grünen. Selbst beim Projekt City-Bahnhof bekomme das "Experiment Bürgerbeteiligung", das es im Moment noch sei, neue Aspekte.

Nun stelle sich aber auch immer mehr die Frage, wie denn die Beteiligung der Bürger bei den weniger spektakulären Bauvorhaben, beispielsweise den Verdichtungsmaßnahmen zugunsten des Wohnungsbaus im Innenbereich, angewendet werden kann. "Aus unserer Sicht reicht das der Bauleitplanung zugrunde liegende Beteiligungsverfahren in Form von Auslegung und Stellungnahmen bei Weitem nicht aus, um den heutigen Ansprüchen gerecht zu werden."