Ulm / Magdi Aboul-Kheir

Man mag sich gar nicht vorstellen, wie der Brandschutz des Ulmer Münsters noch vor zehn Jahren ausgesehen hat. Die Elektroanlage war ein Stück Technikgeschichte, wie Dekan Gohl es formuliert. Ein Gutachten listete gravierende Mängel auf. Danach ist eine Menge Geld in die Hand genommen worden – und wer sich nun die Bilder der brennenden Notre-Dame vor Augen hält, wird diese Investition nicht in Frage stellen.

Nach der Katastrophe von Paris stellen sich viele die Frage: Könnte das auch in Ulm passieren? Das Münster verfügt über modernen Brandschutz – und einen weiteren entscheidenden Vorteil.

Brandschutz auf neustem Stand

Es sind beruhigende Informationen aus der Münsterbauhütte, und es ist auch gut, dass am Montagmittag nicht nur die Glocken läuteten, sondern auch gleich umfassend informiert wurde: Der Brandschutz im Münster ist auf dem neuesten Stand und wird ernst genommen. Zudem gibt es im Münster vergleichsweise wenig brennbare Materialien.

Dem ein oder anderen mag es dieser Tage angesichts der Verkehrs- und Baustellensituation in Ulm dennoch mulmig werden: Kämen Feuerwerk und anderen Einsatzkräfte überall schnell durch? Umso wichtiger ist es, Rettungswege freizuhalten – und dabei kann jeder Autofahrer mitmachen.

Was bleibt aus Ulmer Sicht? Erstens ein beruhigendes Gefühl angesichts des modernen Brandschutzes am Münster. Zweitens die Gewissheit, dass es dennoch nie hundertprozentige Sicherheit gibt. Und drittens die Beklommenheit, wenn man die Aufnahmen aus Paris sieht.

Der Brand in Notre-Dame schockiert die Welt. In diesem Artikel sind alle Infos zum Feuerinferno in Paris – zusätzlich Bilder und Videos.