Die Betreibergesellschaft des Bootshaus-Pächters Marcus Bühler, die LeBu-Restaurant GmbH, ist jetzt in Insolvenz. Das Ulmer Amtsgericht hat am Freitag den Ulmer Rechtsanwalt Klaus Tappmeier zum Insolvenzverwalter bestellt. „Ich werde jetzt Kontakt zu den Beteiligten aufnehmen“, sagt er.

Eine Neuigkeit, die dem Inhaber des Ulmer Boothauses nur Recht sein kann. Denn seit die Nachricht von der Schließung Gastrobetriebs an der Donau öffentlich ist, stehen bei Ebbo Riedmüller die Telefone nicht mehr still. „Das ist heftig“, sagt er. Geschäftspartner und Kunden des bisherigen Pächters suchen Rat bei Riedmüller. „Es melden sich vor allem sehr viele Leute, die Gutscheine für das Bootshaus haben und jetzt fragen, wie sie an ihre Leistung kommen“, beschreibt der Gastronom die Anfragen in seinem Büro.

Die Antwort lautet, Kunden, die einen Vertrag mit Bühler haben, müssen sich fortan ans Insolvenzgericht wenden – am besten schriftlich an info@tappmeier.de .

Allerdings sollten sich Gutscheinbesitzer keine großen Hoffnungen machen. „Wer noch Gutscheine von der GmbH hat, muss damit rechnen, dass die Gegenleistung in der Insolvenz nicht erbracht werden“, sagt Klaus Tappmeier. Näheres zum Verfahren könne er aber noch nicht sagen.

Gutschein-Inhaber müssen sich an Insolvenzverwalter wenden

 „Das liegt jetzt in der Insolvenzmasse. Ich kann da leider nicht einspringen und meine Verluste dadurch noch erhöhen“, sagt Riedmüller. Soweit er es schaffe, versuche er aber, die Anfragen direkt am Telefon oder auch schriftlich zu beantworten. „Das verstehen die meisten dann auch.“

Durch die vielen Schadensmeldungen, die ihm so bekannt werden, fühlt sich der Ulmer Großgastronom in seiner Entscheidung, den Bootshaus-Betrieb durch den Austausch der Schlösser zu beenden, bestätigt. „Ich habe ja abgeschlossen, um zu verhindern, dass noch mehr Leute Geld verlieren“, sagt er. Seine Verluste sehe er „sportlich“. Auch, wenn die Höhe wehtue.

Potente Interessenten

Die gute Nachricht in all der Aufregung um die Zwangsschließung des Gastrobetriebs unterhalb der Adlerbastei: Bei Riedmüller melden sich nicht nur frustrierte Gutscheinbesitzer und potenzielle Gläubiger, sondern auch „potente Leute, die das Bootshaus unbedingt haben wollen“. Das verbessere die Chancen, dass es auf der Donau mit einem Regelbetrieb weitergehen könne, erheblich. „Wenn wir einen guten Pächter finden, sperre ich mich nicht“, sagt Riedmüller.

Jetzt wartet der Bootshaus-Inhaber aber zuerst Mal darauf, dass der Insolvenzverwalter das Restaurant-Schiff begeht. „Vorher kann ich ohnehin nichts verändern“, sagt Riedmüller. Mehr wolle er aber aus Rücksicht auf seinen bisherigen Pächter nicht mehr sagen. „Marcus Bühler hat jetzt viel an der Backe. Ich wünsche ihm, dass er da halbwegs rauskommt.“

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