Für die Stadt und ihre Touristen ist das Bootshaus am Ulmer Donauufer ein besonderer Ort. Und für Gastronomen möglicherweise kein einfacher Platz. Zumindest Marcus Bühler, der 2017 vom „Pflugmerzler“ an die Gänslände wechselte, hat es  nicht geschafft, mit dem schwimmenden Restaurant auskömmlich zu verdienen.

Dennoch muss es im Interesse der Stadt liegen, dass das Donauboot weiter mit geregelten Betriebszeiten für eine möglichst breite Öffentlichkeit zugänglich bleibt. Es ist verständlich, dass Ebbo Riedmüller sein schwimmendes Restaurant jetzt kurzfristig als Event-Location über Wasser halten will. Aufgrund der exponierten Lage des Betriebs trägt Riedmüller, als einziger Gastronom, der ganz unmittelbar von der Donau profitieren kann, aber eine besondere Verantwortung.

Die Ulmer dürfen nicht nur jammern

Ohne seine mutige Investitionsbereitschaft schmälern zu wollen: Die Betriebsgenehmigung auf der Donau verdankt Riedmüller dem ursprünglichen Konzept. Und das sah vor, dass das Bootshaus für alle in Ulm offensteht. Riedmüller und die Stadtverwaltung sollten sich auf diesen Anfang besinnen.

Das Bootshaus muss ein öffentlicher Ort bleiben. Was aber auch heißt, dass alle Ulmer, die den reinen Tagungs- und Veranstaltungsbetrieb jetzt beklagen, nicht nur jammern dürfen. Denn spätestens beim nächsten Versuch heißt es dann: Mit den Füßen abstimmen!

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