Praktikum BOGY-Praktikum im Tierheim

Moritz Schmutz besucht die zehnte Klasse.
Moritz Schmutz besucht die zehnte Klasse. © Foto: Sascha Maier
Ulm / Sascha Maier 12.04.2018

Moritz Schmutz besucht die zehnte Klasse des Schubart Gymnasiums in Ulm und hat vor kurzem sein Bogy-Praktikum (siehe Info-Kasten) absolviert. Unser Schülerpraktikant hat ihn getroffen und mit ihm über die Woche gesprochen.

Hallo Moritz, wo hast du dein Praktikum gemacht und wieso hast du dich dafür entschieden?

Moritz Schmutz:  Ich habe mein Praktikum im Tierheim Ulm gemacht. Ich wollte mir den Beruf Tierpfleger etwas genauer ansehen und wissen, wie die Arbeit mit Tieren so ist.

Was hast du gemacht?  Und inwiefern hast du damit einen Eindruckvom Beruf Tierpfleger erhalten?

Ich habe jeden Tag von 9 bis 13 Uhr im Tierheim verbracht.  Nachdem ich angekommen bin, haben mich verschiedene Tierpfleger zu den Tieren mitgenommen.  Meistens  habe ich die Gehege und Käfige der Tiere geputzt. Außerdem  konnte ich viele Tiere füttern und bin so in Kontakt mit ihnen gekommen.  Manchmal durfte ich den Tierpflegern aber auch einen Blick über die Schulter werfen.

Welche Arbeit verrichten das Tierheim Ulm und dessen Mitarbeiter?

Viele verschiedene. Wenn Tiere gefunden werden, kann man sie im Tierheim abgeben.  Dort wird versucht, den Besitzer zu ermitteln.  Falls das nicht möglich ist, werden die Tiere direkt vom Tierheim aufgepäppelt.  Man kann auch seine eigenen Tiere abgeben, falls es nicht mehr möglich ist, sie zu  halten. Natürlich kann man sich aber auch das passende Tier aussuchen, außerdem ist das Tierheim immer für Fragen rund ums Tier offen.

Welche Erfahrungen hast du gemacht und was kannst du aus dem Praktikum mitnehmen?

Im Beruf des Tierpflegers sind die Kommunikation untereinander und die Verlässlichkeit aufeinander enorm wichtig. Zu den Tieren wird eine richtige Beziehung aufgebaut, was sowohl dem Tier als auch dem Menschen helfen kann. An einem Tag in der Praktikumswoche ist zum Beispiel ein Wellensittich gestorben. Die Tierpfleger waren sichtlich mitgenommen. Was man bei diesem Job aber nicht vergessen darf, ist das Reinigen der Käfige, was eine sehr lästige Aufgabe sein kann, aber einfach dazu gehört.

Kannst du dir auch nach dem Praktikum noch vorstellen, den Beruf später einmal auszuüben?

Eher nicht. Es war zwar sehr interessant, so etwas mal zu sehen, aber der Beruf wäre nicht der Richtige für mich. Ich habe erkannt, dass meine Interessen woanders liegen.

Was ist dein persönliches Fazit von der Praktikumswoche?

Im Tierheim herrscht eine super Atmosphäre, ich habe mich sehr wohl gefühlt. Man merkt, dass die Tierpfleger alles geben, um jedem Tier ein angenehmes und schönes Leben zu ermöglichen. Allerdings ist mir auch aufgefallen, dass es heutzutage noch in vielen Bereichen Tierquälerei gibt. Dies stellt das Tierheim auf vielen verschiedenen Flyern dar, die dort ausliegen. Die Woche hat mir letztendlich viel gebracht  und ich bin dankbar, dass ich die Möglichkeit zur Berufserkundung hatte.

Was ist Bogy?

Praktikum Bogy bedeutet Berufsorientierung an Gymnasien. Hierbei handelt es sich um ein verpflichtendes Schulpraktikum an baden-württembergischen Gymnasien.

Interessen Das einwöchige Praktikum hilft den Schülern zu erkennen, wo Ihre eigenen Stärken und Interessen liegen.

Erfahrung Hier sammeln die Schüler erste praktische Erfahrungen in ihrem möglichen Traumberuf und erfahren dadurch mehr über die alltäglichen Abläufe in einem bestimmten Berufsfeld. Bogy ist sehr nützlich, um seine eigenen Fähigkeiten besser einschätzen zu können. Außerdem erleichtert es dann später die Entscheidung, welcher Beruf am besten zu einem passt.