Fest Böfingen in Bewegung

Büchsenwerfen, Liegestütze oder einbeiniges Hüpfen: Stillsitzen ging nicht beim Aktionstag in Böfingen.
Büchsenwerfen, Liegestütze oder einbeiniges Hüpfen: Stillsitzen ging nicht beim Aktionstag in Böfingen. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Beate Storz 09.07.2018

Die Großen schlemmten und die Kleinen wuselten. Unter dem Motto „Böfingen in Bewegung“ trafen sich am Samstagnachmittag die Stadtteilbewohner auf dem Vereinsgelände des VfL. Den Aktionstag des Arbeitskreises Zusammenarbeit in der Jugend- und Kinderarbeit Böfingen gibt es seit elf Jahren. Böfinger Institutionen stellten sich vor und bereiteten Spiele für Jung und Alt vor. Die Kinder bekamen Stationskärtchen und erhielten für jede gelöste Aufgabe einen Stempel zum Beweis: Ich habe es geschafft!

„Ich bin erstaunt, wie viel Kraft die Kindergartenkinder schon haben! Liegestützen machen sie mit Links“, lobt Karate-Trainer Reinhard Foschum vom VfL. Er hat mit seinen Abteilungskollegen einen Parcours vorbereitet. „Wenn sie ihn absolviert haben, bekommen sie einen Punkt auf ihre Sammelkarte und haben die Prüfung ,Kleiner Samurai’ absolviert.“ Die Kinder mussten Liegestütze machen, Seilspringen oder eine Strecke auf einem Bein hüpften. „Die Koordination ist auch schon bei den ganz Kleinen ausgeprägt“, lobt Foschum. Karate sei keiner Mode unterworfen und immer beliebt bei Kindern und Jugendlichen: „Es ist eine Sportart für den ganzen Körper, und man kann sie ein Leben lang ausüben. Unser ältestes Mitglied ist 78 Jahre alt.“

Die vierjährige Antonia hat den Dreh raus. Sie hatte die größten Seifenblasen – und das mehrmals hintereinander. Am Stand der städtischen Kindertagesstätte am Erika-Schmid-Weg sollten die Kinder möglichst große Seifenblasen herstellen. Dazu mussten sich die Kleinen auch bewegen, damit die Blase richtig groß wird. Mit zwei Stöcken, einem Seil und Seifenlauge waren im Nu die fußballgroßen Seifenblasen fertig. „Wir haben eine Woche gebraucht, um die Rezepte für das Seifenwasser zu testen, damit die Kinder Erfolg haben“, berichtet Erzieherin Natalia Geiger.

Etwas fürs Köpfchen hatte sich die Stadtteilbibliothek ausgedacht. „Wir haben Quizfragen für Kinder bis sieben Jahre und schwierigere Fragen für die Großen“, erzählt Leiterin Marlene Klein. Wenn die Kinder aber nicht weiterwissen, dann hilft sie ihnen. Sie stellt fest, dass wieder mehr Menschen in die Bibliothek kommen. „Sie merken, dass die digitalen Medien alleine nicht glücklich machen.“

Lust auf Mitmachen

Beim Stand des Cafés Kanne ist ein reges Treiben. Es gibt selbst gebackene Kuchen, und die Helfer haben Zeit für Kaffeeklatsch.  „Wir arbeiten ehrenamtlich. Der Erlös wird an soziale Institutionen gespendet“, erklärt Sonja Weiß vom Café Team. „Ich bin schon seit zehn Jahren dabei. Wir sind auf viele Helfer und Kuchenspender angewiesen.“ Aktuell werden die Projekte Friedensdorf International und Gustav-Werner-Schule unterstützt.

Auf der Bühne präsentierten die Sportler ihre Trainingserfolge. Mit fetziger Musik und flotten Bewegungen belebte die Zumba-Gruppe die Bühne und machte damit Lust zum Mitmachen. Verschiedene Bands, Musikgruppen, Chöre und Sportgruppen unterhielten die Gäste.

Regelmäßiges Café im Bürgertreff

Austausch Das Café Kanne war beim Fest mit einem Stand vertreten. Eigentlich hat es seine Räume aber im Bürgertreff, Haslacher Weg 89. Seit elf Jahren gibt es das Café Kanne: immer montags von 14.30 bis 16.30 Uhr.

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