Mondfinsternis Blutmond: Hier sehen Sie das Spektakel in der Region

Ulm / Uwe Keuerleber 27.07.2018
Am Freitag kommt es zu einem Jahrhundert-Spektakel. Hier können Sie die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts in der Region beobachten.

Am Freitagabend leuchtet der Mond kupferrot, deshalb auch sein Name: Blutmond. Für dieses sehr seltene Himmelsereignis lohnt es sich ein schönes Plätzchen außerhalb Ulm aufzusuchen. Eine Stunde und 43 Minuten, so lange dauert das Spektakel. Der Mond ist merklich dunkler und auch rötlicher. Die Chancen stehen laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes gar nicht schlecht. Die Meteorologen rechnen mit klaren Nächten.

Wie entsteht eine Mondfinsternis?

Eine totale Mondfinsternis entsteht nur bei Vollmond und nur dann, wenn Sonne, Erde und Mond eine Linie bilden. Dabei taucht der Mond vollkommen in den Schatten den die, von der Sonne angestrahlten Erde, wirft. Die Reststrahlen der Sonne fallen noch auf den Mond, dabei streut die Luftschicht der Erde das Licht so, dass das langwellige, also die rote Strahlung, hindurchdringt.

Seltenes Spektakel

Nicht nur der Mond verfinstert sich an diesem Abend, auch Mars wird besonders gut zu sehen sein. „Diese astronomische Kombination kommt sehr selten vor“, sagt Uwe Lemmer, Direktor vom Planetarium in Stuttgart. Der Mond geht gegen 21.15 Uhr auf und erscheint bereits dunkler und rötlicher. Um 21.30 Uhr verschwindet der Mond vollständig im Erdschatten um ihn dann nach exakt 1 Stunde und 43 Minuten wieder zu verlassen. Der Höhepunkt der Finsternis ist gegen 22.20 Uhr.

Das Himmelsspektakel aus aller Welt gesehen:

Wo kann ich am besten beobachten?

Der Mond steht am Freitagabend sehr tief am südöstlichen Horizont. „Man sollte sich nach Möglichkeit einen Platz aufsuchen der einen freien Blick in diese Richtung bietet“, sagt Lemmer.

In Ulm habt ihr gute Chancen auf allen Anhöhen und Bergen. Besonders guten Blick habt ihr voraussichtlich am oberen Berghof und am Hochsträß. Auch an der Wilhelmsburg könnte es romantisch werden.

Aber auch in der Stadt ist das Himmelsschauspiel zu beobachten, vorausgesetzt es sind keine störende Lichtquellen, wie etwa Straßenbeleuchtung, in der Nähe. Außerdem bieten die meisten Sternwarten in der Region, an diesem Abend, öffentliche Beobachtungen an.

Auch der Heidenheimer Astronomieverein diese Gelegenheit nicht entgehen lässt, versteht sich von selbst. Klarer Himmel vorausgesetzt, werden am Freitag ab 21.30 Uhr bei der Erbisberg-Sternwarte mehrere Fernrohre auf die Himmelsobjekte gerichtet sein. Mitglieder des Vereins stehen allen Interessierten für Erläuterungen zur Verfügung.

Mondfinsternis fotografieren

„Um gute Fotos zu machen braucht es schon eine Kamera mit einem ordentlichen Teleobjektiv und einem Stativ, ein Handy reicht nicht aus, zu klein ist die Abbildung “, erklärt der Direktor vom Planetarium Stuttgart. Wichtig ist auch ein geeigneter Standort mit freier Sicht von Osten bis nach Süden. Wer nur beobachten möchte dem rät Uwe Lemmer zu einem Fernglas. Wichtig ist dabei auch eine gute Stabilität, entweder die Arme aufstützen oder ein Stativ benutzen.

Die ISS fliegt auch vorbei

Um 22.31 Uhr winkt Alexander Gerst vom Himmel. „Die Internationale Raumfähre ISS ist als heller Lichtpunkt am Himmel zu sehen, der von Westen in Richtung Nordwesten sich bewegt“, sagt Uwe Lemmer. Das ganze dauert allerdings nur ganze acht Minuten.

Weitere Fakten zur Mondfinsternis.

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