Ulm/Neu-Ulm Blitzmarathon: Wo die Polizei am Donnerstag überall kontrolliert

Ulm/Neu-Ulm / HANS-ULI MAYER 08.10.2013
Runter vom Gaspedal. Unter dieser Forderung steht am Donnerstag eine Aktion, die die Polizei beiderseits der Donau „24-Stunden-Blitzmarathon“ nennt, und mit der sie mehr Verkehrssicherheit erreichen will. Mit Karte und Video

Für Raser wird es am Donnerstag eng. Zum bundesweiten Aktionstag für mehr Verkehrssicherheit werden auch in Ulm und Neu-Ulm sämtliche Geräte zur Tempokontrolle im Einsatz sein – und zwar sowohl die mobilen der Polizei links und rechts der Donau als auch die stationären (Starenkästen) der Kommunen. „Rasen ist kein Kavaliersdelikt, sondern rücksichtslos. Geschwindigkeitsüberwachung ist keine Abzocke, sondern rettet Leben“, sagt Ulms Polizeisprecher Wolfgang Jürgens.


Alle Angaben ohne Gewähr. Die Polizei hat angekündigt, auch an anderen Stellen zu blitzen.

Als Beleg für diese Aussage veröffentlicht die Polizei Ulm einige Zahlen aus der Statistik. So wurden im vergangenen Jahr 5 Menschen durch Straftaten getötet, fast dreimal so viel aber, also 14 starben dafür im Straßenverkehr. Wie ernst die Polizei dabei ihr Ziel nimmt, die Autofahrer nicht abzukassieren, sondern wachrütteln zu wollen, belegt der Umstand, dass alle Messstationen öffentlich gemacht werden. „Wir wollen nicht, dass Sie geblitzt werden. Langsam fahren ist unser Erfolg“, heißt es in einer Mitteilung an die Medien.

 

Neben den von der Ulmer Polizei selbst ausgewählten sieben Messstellen, werden die Beamten aber auch an anderen Standorten die Geschwindigkeit messen. Im Internet konnten Bürger im Vorfeld der Aktion so genannte Aufregerstellen benennen, an denen sie sich mehr Tempokontrollen wünschen. „Wir sind richtig überflutet worden“, sagt Jürgens, weshalb die Auswertung noch andauere und die Standorte vor Donnerstag nicht öffentlich bekannt gegeben werden können.

Wie auf der baden-württembergischen Donauseite beteiligt sich auch auf der bayerischen die Polizei an der Aktion. Nach einer Mitteilung des Leiters der Verkehrspolizei, Günter Hohenwarter, kommt das gesamte Gerät zum Einsatz. In Neu-Ulm sind das fünf mobile Lichtschranken und eine Laserpistole, die freilich den Nachteil hat, besonders personalintensiv zu sein, weil die Verkehrssünder sofort an Ort und Stelle von den Beamten vernommen werden müssen.

„Wir konzentrieren uns auf fünf Standorte, zumal wir auch noch im Landkreis Günzberg aushelfen müssen“, sagt Hohenwarter auf Anfrage. Nach dessen Auskunft werden die Kontrollstationen im übrigen nicht jeweils volle 24 Stunden geschaltet sein, sondern immer nur stundenweise. Die Kontrollstelle auf der Memminger Straße zwischen Wiley und Ludwigsfeld wird nur von 7 bis 11 Uhr geschaltet sein.

Hier finden Sie die Standorte mit Blitzern als Liste.