Kommentar Frank König zur Situation des Handels Blick nach vorne richten

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Frank König 12.10.2018

Vielleicht ist es gut, den Blick nach vorne zu richten. So wie es an der Theaterkreuzung aussieht, hat Ulm inzwischen die schlimmste Phase der Umbauarbeiten für die Straßenbahnlinie 2 überstanden. Daher wird auch die Innenstadt für die Besucher der Geschäfte, Lokale und Arztpraxen wieder besser erreichbar. Das dürfte sich im nächsten Handelsatlas der IHK niederschlagen, dessen aktuelle dritte Variante noch in den düsteren Herbstmonaten 2017 erhoben wurde. Sukzessive kommen auch die Parkplätze in den Sedelhöfen und am Bahnhof hinzu. Der publikumsstarke verkaufsoffene Marktsonntag hat zuletzt jedenfalls gezeigt, dass die Ulmer City eine Attraktion bleibt.

Das soll freilich keine Gesundbeterei sein. Die Einkaufsstadt hat in der Bauphase – auch mit schulterzuckend hingenommenen Staus – eine Menge Vertrauen verspielt. Es bleiben Risiken wie die Dreispurigkeit in der Friedrich-Ebert-Straße und die Planungen für einen verkleinerten zentralen Busbahnhof.

Was dem stadtbild-prägenden Handel vielleicht auch Zuversicht geben könnte, sind neue Studien, die auf eine Renaissance der stationären Läden hoffen lassen. Shopping per Mausklick ist womöglich doch ein wenig langweilig geworden. Wenn dann die Einkaufsmeile noch ein Facelift bekommt, könnte Ulm – auch mit den individuellen, netten, kleinen Shops  – seine Stärken voll ausspielen.

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