Sommersonnenwende Blaue Stunde im Ulmer Münster

Mit geschlossenen Augen und den Kopf auf die Schulter des Begleiters gelegt – so hat sich am Mittwoch eine Besucherin der Blauen Stunde dem Orgelkonzert von Paul Nickel im Münster hingegeben. Alltag ade! Faszinierende Improvisationen über die Gedichte „Nachtklänge“ von Cäsar Flaischlen und „Der alte Garten“ von Joseph von Eichendorff ließen die Genießer der Blauen Stunde ganz weit wegträumen in eine Welt, in die man gerne öfter abtauchen möchte.

Das Orgelkonzert war der erste Teil des Benefiz-Abends kurz vor der Sommersonnenwende, zu dem die Aktion 100 000 und Ulmer helft geladen hatte. Danach ging’s  zum „Hochgenuss“, 560 Stufen rauf aufs Achteck des Hauptturms, wo die Besucher in 102 Metern Höhe erlebten, wie sich die Dämmerung über Stadt, Fluss und Umland legt und sanft hinüber in die Nacht gleitet. Während viele Künstler die Blaue Stunde als melancholisch empfanden, war Karoline Gunkel (28) von ihr einfach nur hin und weg. „Das ist eine einmalige Lichtstimmung. Sie hat etwas geradezu Intimes.“

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