Frühjahrskonzert Bläserphilharmonie Blaustein glänzt im Kornhaus

Die Bläserphilharmonie der Stadt Blaustein unter Manuel Epli begeisterte im Kornhaus.
Die Bläserphilharmonie der Stadt Blaustein unter Manuel Epli begeisterte im Kornhaus. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Gottfried Lothar 15.05.2017

Wenn die Bläserphilharmonie Blaustein unter Manuel Epli zum Frühjahrskonzert ins Kornhaus lädt, ist mit einem ausverkauften Haus zu rechnen. Kein Wunder, es spielt der im vergangenen Jahr gekürte Bundessieger des Deutschen Orchesterwettbewerbs – und auch dieses Konzert überraschte wieder mit tollen unbekannten Werken. So standen beim mit „Orient & Okzident“ betitelten Abend Komponisten auf dem Programm, die nun wirklich nicht jeder kannte.

Der Nachwuchs, also das Jugendorchester begann zunächst: mit der Titelmusik zu „The Hunger Games“ des vielbeschäftigten Filmkomponisten James Newton Howard. Nach diesem klangvollen Auftakt folgte „Black Wolf Run“ von John Higgins. Beide Werke boten den jungen Musikerinnen und Musikern unter der ausdrucksvollen Leitung von Lukas Lecheler viele Möglichkeiten, in der Gruppe als auch solistisch zu glänzen. Mit der Zugabe „Chant and Tribal Dance“ von David Shaffer konnte das Orchester noch einmal farbenreich klangmalen.

Auch die Bläserphilharmonie begann mit einem Werk aus den USA und zeigte mit den „Variations On A Korean Folk Song“ von John Barnes Chance gleich ihre große Klasse. Das Lied, welches in Korea manchmal die Nationalhymne ersetzt, hat einen sehr lyrischen Charakter, der jedoch in den Variationen und dank des vielfältig eingesetzten Schlagwerks in immer neuem Gewand vorgetragen wird. Stellvertretend für alle erstklassigen Spieler und Solisten sei Konzertmeister Sebastian Sommer genannt, der immer wieder auf der Karinette begeisterte.

Bei den hervorragend musizierten drei Sätzen aus „Hymn Of The Highlands“ des Briten Philip Sparke sind das Saxophon-Trio im 2. Satz und die nimmermüden sieben Schlagzeuger hervorzuheben. Dabei soll Silas Denk nicht unerwähnt bleiben, der zumindest als körperlich Kleinster dieser Abteilung teilweise an ihn überragenden Instrumenten stand, die er jedoch mit professioneller Coolness beherrschte.

Zum Abschluss des Konzerts erklangen vier Sätze aus dem Ballett „Belkis, Königin von Saba“ von Ottorino Respighi, bei dem die Bläserphilharmonie dank des zupackenden Dirigats von Manuel Epli noch einmal top aufspielte, diesmal mit Alexander Haas als führendem Klarinettisten. Mit dem „Parademarsch des Regiments Königsjäger zu Pferde Nr. 1“ von Richard Strauss und der Wiederholung des 3. Satzes der Highland-Suite endete das umjubelte Konzert.

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