Nabada Bilderbuch-Nabada

Ulm / 22.07.2013
Beste Bedingungen beim Nabada, am Ufer war es fast schon zu heiß. Der Wasserumzug lief diesmal sehr flüssig. Am Metzgerturm bewährte sich die Einbahnregelung.

Das war ein Nabada wie aus dem Bilderbuch, bei hochsommerlichen Temperaturen und mit vielen wilden Nabadern, die auf allen möglichen Untersätzen die Donau hinunterschipperten. Das Spektakel verfolgten wieder zehntausende Zuschauer an beiden Donauufern. Dort dienten komfortablerweise noch die Tribünen vom Fischerstechen als Sitzgelegenheit. Auszuhalten war es aber eigentlich nur im Schatten.

Als sinnvolle Veränderung im Ablauf des Wasserumzugs erwies sich diesmal die Integration der 14 Themenschiffe und der Musikschiffe in die unübersehbare Schar der wilden Nabader, so dass der Umzug viel flüssiger wurde. So mussten die Zuschauer nicht mehr wie bisher auf die Themenschiffe warten, die sonst stets am Ende kamen. Voraus fuhren wieder die Ordinari-Schiffe mit der winkenden Prominenz, Beginn war überpünktlich sogar kurz vor vier.


Bei den Themenschiffen löste die Bildungs-Titanic mit dem großen schwarzen Aufbau anerkennende Kommentare am Ufer aus: „Ein Mordsding.“ Einigermaßen pikant die Kritik an den defizitären Stadtwerken, die gerade ihren modernen Neubau K 3 bezogen haben – auf der Kopie aus Pappmaché saß ein Känguruh, darunter war zu lesen: „Leerer Beutel, große Sprünge“. Ein Beitrag zu den Sedelhöfen: die Verlegung von McDonald’s ins Rathaus.

Der Phantasie der wilden Nabader waren wieder mal keine Grenzen gesetzt. Eine Gruppe hatte ein Trampolin auf ein Floß gebaut, von dem die Nabader in die Donau sprangen. Es gab ein Antifa-Boot und auch eins einer neuen Firma der Wissenschaftsstadt. Piratenflaggen wurden geschwenkt. Einige Nabader hatten Spritzen an Bord, die bei den Zuschauern eher als willkommene Abkühlung gewirkt haben dürften.

Eine Entspannung des Geschehens brachte die neue Einbahn-Regelung am Metzgerturm. Nach Beginn des Nabada sorgte die Security dafür, dass nur noch Zuschauer nach oben raus durften, aber nicht mehr runter. Auf der Donauwiese hatten viele Besucher Glasflaschen und ganze Bierkisten mitgebracht, etliche Flaschen zerbrachen, aber es schien nichts passiert zu sein.

Alle Informationen und Bilder zum Schwörmontag 2013 gibt es hier.

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