Der besagte "Mann mit dem Hammer" blieb bei Michaela Vogt (Startnummer 571) gestern zum Glück aus. "Daran habe ich gemerkt, dass ich mich gut vorbereitet hatte", sagte die 41-jährige Marathonläuferin. Mit 03:46:50 lief sie zwar nicht ihre Bestzeit, doch zeigte sie sich sehr zufrieden mit dem Lauf und den Bedingungen. "Schön, dass bei der Siegerehrung sogar noch die Sonne rauskam", sagte Vogt. "Während des Laufs kam es uns Marathonläufern entgegen, dass es so frisch war. Die perfekte Temperatur." Insgesamt sei es wieder einmal ein gelungenes Event gewesen. "Ich hatte das Gefühl, dass alle gut drauf waren", sagte Michaela Vogt.

Verletzungsfrei und mit einer guten Zeit kam auch Familie Bratke gestern ins Ziel. Die fünf Kilometer waren für Harald Bratke (14195) und Sohn Paul (14199) trotz der 1500 Meter, die er von den Jugendläufen am Samstag noch in den Knochen hatte, kein Problem. Nach 00:35:06 liefen die beiden zeitgleich ins Ziel ein. "Paul hat den Lauf als Diabetiker gut überstanden und ist eine beachtliche Zeit gelaufen", sagte Bratke. Nächstes Jahr peilen sie die zehn Kilometer an.

Den wohl emotionalsten Zieleinlauf hat Walkerin Mia Mann (17486) erlebt: "Hier kommt Mia Mann, die 80-jährige, jetzt läuft sie durchs Ziel", schallte die Stimme des Moderators gestern gegen 14.15 Uhr über den Münsterplatz. Ihre Freundinnen von den Sportfreunden Rammingen hatten einen Empfang vorbereitet, den sie so schnell nicht vergessen wird. "Ein großes Plakat mit meinem Namen und sogar T-Shirts haben sie für mich gemacht", sagte Mia Mann. "Das hatte ich nicht erwartet. Ich war gerührt." Ganz nebenbei lief die beinahe 80-Jährige mit 1:23:59 ihre zweitbeste Zeit in sieben Jahren.