Ulm Besuch im Ulmer Norden

Ulm / JAKOB RESCH 13.09.2016
Die Ulmer FWG-Ratsfraktion war im Rahmen ihrer sommerlichen Tour im Ulmer Norden unterwegs. Große kommunalpolitische Brisanz gibt es nicht.

Der Ulmer Norden ruht in sommerlicher Hitze. Die ganz großen Aufreger-Themen haben die FWG-Stadträte auf ihrer Tour durch die Ulmer Ortsteile, die sie jeden Sommer unternehmen, in Lehr und Mähringen jedenfalls nicht gefunden, wie sie mitteilen. Fast nicht.

Lehr Klare Aussage immerhin von Ortschaftsräten und Ortsvorsteher Dietmar Wegerer in Lehr: Senioren sind nicht zuletzt über den Nachbarschaftshilfeverein gut versorgt, Kinder gut in der Kita aufgehoben, aber: Die Jugendlichen bereiten bisweilen Probleme. „Es sind zu wenig Initiativen vorhanden, es soll ein Streetworker vom Sozialraum Böfingen eingesetzt werden“, sagt FWG-Stadträtin Helga Malischewski. Ruhe dagegen beim Thema Kindergärten: Es werde für jeden das Passende angeboten, Wartezeiten sind selten. Die Tendenz zur Ganztagesbetreuung steigt, vor allem die Möglichkeit eines Mittagstischs werde nachgefragt, der bei der Schule nun seit einem Jahr in der Schönenberg-Halle läuft. 100 Schüler bekämen auch Nachmittagsbetreuung und verlässliche Grundschule. Angestrebt werde im Ort betreutes Wohnen, ein städtisches Grundstück ist vorhanden, Investor und Betreiber werden noch gesucht. Im Baugebiet „Wengenholz“ sind unterdessen 60 Prozent der Bauplätze vermarktet, 60 Prozent davon gingen an Einheimische. Grundstücke für Anschlussunterbringung von Flüchtlingen sind ausgewiesen. Flächendeckend wird in der Ortschaft Tempo 30 gewünscht.

Mähringen In Mähringen ist Platz im Kindergarten knapp, zwei Kinder sind außerhalb untergekommen, sagt Wegerer, der auch für Mähringen zuständig ist. Die Nahverkehrsanbindung wird als nicht befriedigend empfunden, der Stundentakt sei nicht ausreichend. Malischewski: „Man hofft auf eine Verknüpfung künftig mit der Straßenbahn.“ Baugebiete würden stark nachgefragt, Ende des Jahres werden auch an Auswärtige restliche Grundstücke vergeben. Und: Der Geh- und Radweg zur Uni soll beleuchtet werden.

Beide Ortschaften warten im Übrigen seit Jahren, dass sich auf ihren Friedhöfen etwas tut, mit dem Friedhofskonzept der Stadt soll bald endlich und dann zügig die Sanierung einhergehen.

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