Tagung Besser Beruf und Familie vereinbaren

Lädt zum Kongress nach Ulm: Professor Jörg Fegert.
Lädt zum Kongress nach Ulm: Professor Jörg Fegert. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / jon 14.02.2018
Wissenschaftler beraten bei ihrer Tagung in Ulm, wie Betreuung von Kindern und Pflege älterer Angehöriger aufgewertet werden kann.

Der wissenschaftliche Beirat in Familienfragen, ein hochkarätiges Expertengremium, wird im Sommer in Ulm eine Tagung zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Arbeit und Beruf organisieren. Prof. Jörg Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, hat die Berater der Bundesregierung am 14. und 15. Juni nach Ulm eingeladen. Sozialminister Manne Lucha hat sein Kommen bereits zugesagt. Bei der Tagung soll es sowohl um Strategien für die bessere Betreuung von Kindern als auch um die Pflege älterer Angehöriger gehen. „Wir haben da großen Nachholbedarf“, hat Fegert ausgemacht.

Der Beirat bedauert nach Fegerts Worten grundsätzlich, dass das Thema „Familie“ aus den Einzelwissenschaften derzeit anscheinend verschwindet. Politisch sprächen zwar alle von der Bedeutung der Familie als Keimzelle der Gesellschaft, aber immer weniger Lehrstühle würden mit einer besonderen Widmung, beispielsweise in der Familiensoziologie oder in den Wirtschaftswissenschaften, ausgeschrieben. Auch das Familienrecht sei auf dem Rückzug und nicht mehr Prüfungsgegenstand. „Das ist ein Unding, etwa wenn man an den jüngsten Missbrauchsfall in Staufen denkt“, so Jörg Fegert.

Details der Tagung stehen noch nicht fest. Aber am Abend des 14. Juni ist von 19 Uhr an eine Podiumsdiskussion zum Thema „Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Arbeit im Krankenhaus“ geplant, da Gesundheits- und Pflegeberufe einen wichtigen Wirtschaftsbereich in der Region Ulm bilden. jon

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