Sicherheit Beleuchtung auf Damm ist ein Schildbürgerstreich

Ulm / cst 03.12.2018

Nach dem Bau des Hochwasserschutzdammes an der Donau in Höhe Friedrichsau wurde dort auch der Radweg beleuchtet. Aber noch nicht optimal, beklagt ein Nutzer, der ungenannt bleiben möchte. Er fragt, warum die Beleuchtung nur auf dem Fahrradweg installiert wurde. Der im Abstand daneben liegende Fußweg bekomme abends und nachts davon nicht genug Licht ab. Besonders im Bereich der Brücke nach Offenhausen gebe es nach wie vor dunkle Ecken. Frauen und Jogger nutzten deshalb den Radweg. Aber selbst Radfahrer seien nicht gut bedient, weil der Bewegungsmelder für die Steuerung der aufdimmenden Wegebeleuchtung zu träge sei. „Fährt ein Radfahrer mit 15 bis 20 Stundenkilometern an den Säulen vorbei, wird der Strahler erst heller, wenn der Radler den Lichtkegel bereits verlassen hat.“

Dazu sagt Marlies Gildehaus, Pressesprecherin der Stadt Ulm: Schon bei der Planung habe sich herausgestellt, dass nur der Radweg auf dem Damm beleuchtet werden kann. Dies gäben die Deichbaustatik und das Regierungspräsidium Tübingen vor. Denn Installierungen am Fußweg hätten die Abdichtung des Hochwasserschutzes gefährdet. Leitungen direkt am tiefer gelegenen Fußweg zu verlegen, also vor dem Damm auf Flussseite, funktioniere wiederum wegen der dortigen Baumwurzeln nicht.

Gelassen miteinander umgehen

Tatsächlich sei auf dem Damm ein Licht mit Bewegungsmelder installiert worden. „Dass dieses noch nicht richtig funktioniert, stimmt“, sagt Marlies Gildehaus. „Die Kollegen von der Verkehrstechnik feilen noch mit der Herstellerfirma an einer verbesserten Abstimmung der Leuchtphasen.“ Dunkle Stellen dürfte es dagegen keine geben, widerspricht Marlies Gildehaus. Es existiere für den gesamten Weg zwischen Brücke und Talfinger Uferstraße eine lichttechnische Berechnung gemäß DIN, so dass die vorgeschriebene Lichtmenge überall vorhanden sei. Sie werde von den Nutzern wohl als zu gering empfunden. Denn: Diese am unteren zulässigen Maß orientierte Ausstrahlung wurde bewusst mit Rücksicht auf Insekten und Fledermäuse gewählt.

Zur Kritik, dass nun Radler und Fußgänger den Radweg gemeinsam nutzen, heißt es von Seiten der Stadt: „Dieses nachvollziehbare Verhalten zu ändern, ist mit Ver- oder Gebotsschildern nicht möglich, aber gleiches Licht für beide Wege lasse sich aus den oben genannten Gründen „leider nicht umsetzen“. So bleibe nur, „an den gesunden Menschenverstand, Gelassenheit im Umgang miteinander und Toleranz im Aushalten nicht perfekter Lösungen zu appellieren“.

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