Schlager Beatrice Egli singt und strahlt im CCU

Ein Wohlfühlabend im CCU: Beatrice Egli
Ein Wohlfühlabend im CCU: Beatrice Egli © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Christa Kanand 04.12.2018

Sie ist derzeit der erfolgreichste Schlagerexport der Schweiz: Beatrice Egli. 2013 gewann sie die zehnte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, seitdem häuft sie Edelmetall, Kohle und Preise an. Bei ihrer perfekten Show „Wohlfühlgarantie“ nach ihrem gleichnamigen aktuellen fünften Album kam die Schlagerprinzessin mit Sauberfrau-Image, frenetisch von 1100 Fans empfangen, nicht allein ins volle CCU.

Und damit ist nicht nur Christin Stark gemeint. Ebenfalls gelernte Friseurin, blond und mit 29 Jahren fast gleichaltrig, heizte sie vorab mit Schlagern zur Playback-Begleitung mächtig ein. Nein, Powerfrau Egli brachte nicht nur zwei Trucks voller effektreicher Bühnen- und Lichttechnik mit und selbstredend eine starke Vier-Mann-Band sowie zwei Background-Sängerinnen. Nein, sie hatte als Clou auch vier Freundinnen dabei: die lebenslustige Babsi, Teenie Becky mit Instagram-Jargon, die damenhafte Französin Bernadette und Metal-Braut Beth – allesamt von der multitalentierten Schweizerin glänzend dargestellt und mit dem Beamer projiziert. Alter-ego-Gesichter, aber auch eine gewitzte zweite Unterhaltungsebene.

Auch andere Gags wie eine Verkupplungsaktion oder die Kuss-Cam trafen den Fan-Geschmack. Was aber letztlich zählte, waren Eglis umwerfende Bühnenpräsenz, ihr sympathisches Geplauder, das Bad in der Menge, vor allem ihre klasse Stimme, dazu ansprechende Texte zur Liebe, Lebensfreude und Romantik.

Der Mix aus alten und neuen Titeln, aus Gute-Laune-Wohlfühlschlagern, Pop und Rock mit Beats – wie etwa beim Wolfgang-Petry-Medley im heißen Outfit auf dem Motorrad – zündeten. Die Partystimmung animierte selbst notorische Stuhl-Hocker zum Mitsingen, -klatschen und -tanzen. Dreieinhalb Stunden satter Sound auf die Ohren reichten dann freilich auch, viele Besucher wanderten ab. Doch von Müdigkeit war bei Kraftpaket Egli keine Spur: Die allerletzten Zugaben gab’s im rosa Bademantel.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel