Neu-Ulm Beate Merk will nicht länger CSU-Vize sein

Beate Merk: Es ist Schluss mit dem Vize-Vorsitz in der CSU.
Beate Merk: Es ist Schluss mit dem Vize-Vorsitz in der CSU. © Foto: M. Kessler
Neu-Ulm / HUT 22.11.2013
Beate Merk, die Neu-Ulmer Landtagsabgeordnete und bayerische Europaministerin, scheidet aus der unmittelbaren Parteispitze der CSU aus.

Beate Merk, die Neu-Ulmer Landtagsabgeordnete und bayerische Europaministerin, scheidet aus der unmittelbaren Parteispitze der CSU aus. Sie kandidiert auf dem Parteitag, der heute und morgen in München stattfindet, aus eigenen Stücken heraus nicht mehr für einen der vier Stellvertreter-Posten hinter Parteichef Horst Seehofer, sagte sie auf Anfrage unserer Zeitung.

"Ich will nicht mehr, weil ich nicht mehr kann." Ihre neue Aufgabe als "bayerische Außenministerin" in Brüssel nehme zu viel Zeit in Anspruch, als dass sie sich noch hinreichend der Aufgabe als Partei-Vize widmen könnte.

"Was ich mache, möchte ich akkurat machen. Als stellvertretende Vorsitzende muss man viele Sitzungen wahrnehmen, auch viele interne Gespräche führen." Der Blick auf ihren Terminkalender im neuen Jahr habe ihr bedeutet, dass sie permanent auf Achse sein werde, in halb Europa und immer wieder auch in Übersee. "Und ich sitze in Brüssel, nicht mehr in München."

Sie habe ihren Rückzug mit Seehofer und der CSU-Führung in Schwaben abgestimmt. Als Nachfolger Merks, die als bayerisches Kabinettsmitglied kooptiertes Vorstandsmitglied bleibt, wird heute allerdings kein Schwabe vorgeschlagen, sondern ein Oberbayer: der Münchner Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler.

Die 56-jährige Merk ist vor 14 Jahren unter der Parteiführung Edmund Stoibers in den CSU-Vorstand gewählt worden. Zehn Jahre lang war sie Vize-Vorsitzende.

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