Neu-Ulm Baustart auf Braun-Areal in Neu-Ulm

Die künftige Bebauung des Braun-Areals von der Krankenhausstraße aus gesehen: Haus 1 mit Eigentumswohnungen (links), Haus 2 mit gefördertem Wohnungsbau an der Silcherstraße (im Hintergrund) und Haus 3 mit normalen Mietwohnungen an der Luitpoldstraße.
Die künftige Bebauung des Braun-Areals von der Krankenhausstraße aus gesehen: Haus 1 mit Eigentumswohnungen (links), Haus 2 mit gefördertem Wohnungsbau an der Silcherstraße (im Hintergrund) und Haus 3 mit normalen Mietwohnungen an der Luitpoldstraße. © Foto: Simulation: Mühlich, Fink und Partner
Neu-Ulm / REGINA FRANK 29.10.2013
Ein Viertel für Menschen aller Milieus: Die Baugenossenschaft Neu-Ulm beginnt damit, ganz unterschiedliche Wohngebäude zu erstellen.

Start für eine weitere Baustelle nahe der Donau: Gestern war Spatenstich für die neuen Wohnhäuser auf dem Neu-Ulmer Braun-Areal. Die Baugenossenschaft Neu-Ulm (BGNU) erstellt drei Gebäude mit insgesamt 63 Wohnungen nach einem Entwurf des Architekturbüros Mühlich, Fink und Partner - ein Mix aus öffentlich gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau.

Im ersten Schritt werden Haus 1 an der Krankenhausstraße mit 14 Eigentumswohnungen und Haus 2 an der Silcherstraße mit 22 Mietwohnungen für Menschen mit kleinem Geldbeutel erstellt (Kaltmiete zwischen 4,70 und 4,80 Euro). Die Gebäude sollen im Juni 2015 bezugsfertig sein. Die Rohbauarbeiten beginnen am 4. November. Die 22 öffentlich geförderten Wohnungen seien "nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagt Vorstandsmitglied Uwe Fliegner, "wir könnten in Neu-Ulm viel mehr davon vertragen".

Für den zweiten Bauabschnitt (27 normale Mietwohnungen) an der Luitpoldstraße wird erst dann ein detaillierter Zeitplan aufgestellt, wenn das alte Wohngebäude abgerissen werden kann. Und der Abriss wird zurückgestellt, "bis es mit dem letzten Mieter eine Einigung über eine Alternative für ihn gibt" (Fliegner). "Zuerst kommen die Menschen, dann der Termin." Die Suche nach Ersatz laufe gerade an. Den Mietern werde angeboten, sich auf die Liste derer setzen zu lassen, die Hilfe bei der Suche nach einer anderen Wohnung wünschen. "Wir werden uns mit jedem einigen", meint Fliegner, "da bin ich mir sicher." Eine Lösung kann eine frei gewordene BGNU-Wohnung sein - in normalen Jahren gibt es davon 50. Für Mieter, die eigentlich Anspruch auf eine geförderte Wohnung haben, tun sich mit Haus 2 auf dem Areal weitere Möglichkeiten auf.

Um auch fortan für günstigen Wohnraum sorgen zu können, müssen laut Fliegner drei Voraussetzungen gegeben sein. Erstens: Die staatliche Förderung müsse in Bayern wie gehabt bestehen bleiben. Zweitens: Es ist eine neue Förderung für den Mittelstand nötig. Drittens: Die Kommune sollte einer Genossenschaft bei den Grundstückspreisen entgegenkommen.

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