Wohnen Baukosten in Ulm werden immer höher

Wohnraum in Ulm muss bezahlbar bleiben.
Wohnraum in Ulm muss bezahlbar bleiben. © Foto: dpa
Ulm / Ulrike Schleicher 09.07.2018
Im Geschäftsbericht der UWS kritisiert der Geschäftsführer hohe bürokratische Hürden bei Neubauten.

Der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen wird in Ulm weiterhin anhalten. Ein Grund dafür seien die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Universitätsstadt, die eine „Anziehungskraft auf viele Menschen“ ausübe.

Ein weiterer Aspekt: Die Neubaustrecke in die Landeshauptstadt. „Mit ihrer Fertigstellung wird die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen zunehmen“, sagt Frank Pinsler, Geschäftsführer der Ulmer Wohnungsbaugesellschaft (UWS).

Laut Geschäftsbericht des städtischen Unternehmens für das Jahr 2017, hat die UWS einen Überschuss von 6,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Geld soll nach Angaben Pinslers für die Investitionen der kommenden Jahre genutzt werden.

51 Wohnungen übergeben

In Neubau, Instandhaltung und Modernisierung des Wohnungsbestandes habe die UWS im letzten Geschäftsjahr 31,4 Millionen Euro investiert. 51 Wohnungen wurden fertig gestellt und an die Mieter übergeben, darunter Ulms größtes zertifiziertes Passivwohnhaus Im Keplerbogen.

Größtes Projekt neben anderen sei der Schwamberger Hof, das gemeinsam mit der Ulmer Heimstätte realisiert wird – dort werden 78 Wohnungen erstellt.

Neben dem Bau von Wohnungen sind die bauliche und energetische Modernisierung die Grundlage für die weitere Entwicklung des Wohnungsbestandes der UWS, heißt es weiter. Der Fokus werde dabei auf Wohnungen gerichtet, die für Familien und für Ältere geeignet sind. Das soll die Vermietbarkeit langfristig sichern.

Baukosten verringern

Kritik übt Pinsler an den „sich ständig verschärfenden Rahmenbedingungen“ für den Neubau von Wohnungen etwa in Bezug auf Wärmeisolierungen, generell an der Flut gesetzlicher Vorgaben und immer höher werdenden bürokratischen Hürden. „Sie führen zu einem deutlichen Anstieg der Kosten.“ Was wiederum zu Lasten der Mieter gehe – „insbesondere Mieter mit geringem Einkommen bekommen dadurch zunehmend Schwierigkeiten, die Wohnkosten tragen zu können“. Wünschenswert wären verlässliche Rahmenbedingungen, um die Baukosten zu verringern.

Die UWS erwartet auch für das laufende Jahr einen positiven Geschäftsverlauf. Das Unternehmen wird seine Investitionen in den eigenen Wohnungsbestand fortsetzen und den Wohnungsneubau verstärken. Die UWS wolle auch in Zukunft Garant dafür sein, dass „Wohnen in Ulm bezahlbar bleibt“.

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