Im Zuge von Kanalarbeiten wurden von den Ulmer Entsorgungsbetrieben vier Öffnungen am „Oststadtsammler“ vor dem Hauptbahnhof Ulm entdeckt. Das teilte die Stadt am Freitag in einem Schreiben mit. Dahinter wurden teilweise verfüllte Hohlräume entdeckt.

Dabei handele es sich laut Dr. Jonathan Scheschkewitz vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart um zwei Kanäle. In diesen konnte die Kleine Blau unter dem von Jan van Valckenburgh im 17. Jahrhundert errichteten Festungsbauwerk hinduchfliessen. Baubegleitend wurde kurz vor Ostern der östlich gelegene Kanal vom Landesamt untersucht.

„Die Stadtverwaltung hat das Landesamt für Denkmalpflege frühzeitig mit ins Boot geholt“, wird Scheschkewitz zitiert. „ Damit können die für die Stadtgeschichte wichtigen erhaltenen Baubefunde der Festungszeit dokumentiert werden.“

Keine Verzögerungen im Bauablauf erwartet

Ab Mitte Mai soll der westliche Kanalabschnitt von oben freigelegt, das Gewölbe vermessen und anschließend konservierend verfüllt werden. Damit soll die historische Bausubstanz gesichert und gleichzeitig die Sicherheit für den Bahnhofplatz wieder hergestellt werden. Verzögerungen bei den Bauarbeiten werden dadurch nicht erwartet.