Ulm / JAKOB RESCH  Uhr
Bei der Premiere des Taktschiebeverfahrens an der neuen Kienlesbergbrücke für die Straßenbahn hat alles reibungslos funktioniert. Einige Schaulustige waren in der Nacht auf Donnerstag dabei. <em>Mit einer Bildergalerie</em>

Pünktlich auf die Minute hat in der Nacht auf Donnerstag der erste „Schuss“ die Arbeitsplattform verlassen. „Schuss“ nennen die Brückenbauer ein Großelement für den Brückenkörper, und diesem Falle ging es um das erste Element für die Kienlesbergbrücke, auf der die Straßenbahn der Linie 2 von Sommer 2018 an zum Eselsberg rüber verkehren soll. Die Elemente werden auf einer Arbeitsplattform zusammenmontiert und dann mit Hilfe von großen Pressen und viel Schmierseife per Taktschiebeverfahren in Richtung Kienlesberg geschoben. Die Brücke über die Bahngleise wird 270 Meter Länge haben, der Vorgang wird dafür zwölf Mal wiederholt, bis das Widerlager am Kienlesberg erreicht ist. Neben den Verantwortlichen von den Stadtwerken, die Bauherr sind, waren am Mittwoch um 23 Uhr auch einige technikinteressierte Ulmer auf der benachbarten Neutorbrücke erschienen, um das Spektakel zu verfolgen. Dafür war die Bahnstrecke Stuttgart-München gesperrt worden, bis exakt 4.30 Uhr. Die Brückenbauer konnten das Zeitfenster einhalten.

In der Nacht auf Freitag werden die nächsten Brückenteile angeliefert, dann zusammengeschweißt, so dass am 5. September schon der zweite Verschub für die Kienlesbergbrücke ansteht.