Schule Bau der Mark-Twain-Schule kommt in Fahrt

Auf dieser Fläche, also gegenüber des Dietich-Parkhauses, wird die Mark-Twain-Grundschule entstehen.
Auf dieser Fläche, also gegenüber des Dietich-Parkhauses, wird die Mark-Twain-Grundschule entstehen. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / BERND RINDLE 17.12.2015
Die Zeit drängt: 2018 soll die geplante Mark-Twain-Grundschule in den Wileys in Betrieb gehen. Jetzt wurde das 12 Millionen Euro teure Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Mühlich, Fink & Partner bauen.

Oberbürgermeister Gerold Noerenbergs Weihnachtsgrüße an die Anwohner im Bereich Wiley-Nord waren sicherheitshalber angereichert mit der Bitte um Nachsicht: "Wir werden in den kommenden Monaten eine Dauerbaustelle haben." Denn der geplante Bau der Mark-Twain-Grundschule "kommt langsam richtig in Fahrt". Bereits im Januar soll "mit Hochdruck" an der Umsetzung gearbeitet werden, zumal das rund 12 Millionen Euro teure Projekt laut Zeitplan im September 2018 realisiert zu sein hat.

Über 40 Architekturbüros hatten sich dem ausgeschriebenen Wettbewerb gestellt, fünf durften der Jury ihre Vorentwürfe vorlegen. Den Zuschlag erhielt letztlich das Büro Mühlich, Fink & Partner, sagte Stadtbaudirektor Markus Krämer. Gegenüber des Dietrich-Parkhauses entsteht der ein- bis dreigeschossige Bau, der einmal 16 Klassenräume der vierzügigen Grundschule aufnehmen soll. Als Ganztagesschule geplant, sieht das Konzept auch entsprechende Fach- und Multifunktionsräume vor, die einen Unterricht je nach pädagogischen Anforderungen ermöglichen sollen.

Ungewöhnlich ist die bewusste Ausrichtung der Klassenräume nach Nordwesten, was einerseits abgewandt vom Verkehr ungestörtes Lernen ermöglichen und andererseits gleißenden Lichteinfall verhindern soll. Multifunktional nutzbar sind Pausenhalle, Aufenthaltsraum und der teilbare Speisesaal. Für die sportliche Ertüchtigung ist die Nutzung der Berufsschul-Turnhalle vorgesehen, die fußläufig in drei Minuten zu erreichen sei, wie Krämer versicherte.

Am Verkehrskonzept des Gebiets hat sich nichts geändert, die notwendigen Erschließungsarbeiten der Bradley-, Grete-Weiser-, Heinz-Rühmann- und Romy-Schneider-Straße für über 1,6 Millionen Euro sollen Mitte 2016 beginnen. Dies beinhaltet auch die Ansiedelung von Bushaltestellen.

Wann und ob in der Nachbarschaft der Neubau des Lessing-Gymnasiums angegangen wird, hängt dagegen vom Kreistag ab, dessen Entscheidung noch aussteht. Damit ist wohl auch das Schicksal der angedachten zusätzlichen Rad- und Fußgängerbrücke verbunden. "Ich würde es ja gerne machen", bekannte Noerenberg, bat aber auch um Verständnis, falls das Vorhaben hinsichtlich der Finanzlage noch einmal auf den Prüfstand kommen sollte: "Wir reden hier von einem Betrag von über einer Million Euro."

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