Die Enttäuschung nach der Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek war groß. Ulm war im Rennen um einen Standort für eine Batterieforschungsfabrik leer ausgegangen. Münster erhielt stattdessen den Zuschlag. Seitdem kocht die Diskussion um das Thema hoch. Die Kritik an Ministerin Karliczek reißt nicht ab.

Noch im Sommer hatte sie - nach der für Ulm enttäuschenden Entscheidung - der Stadt einen zweistelligen Millionenbetrag für die Batterieforschung in Aussicht gestellt. Laut Südwestrundfunk (SWR) ist der aber noch lange nicht sicher.

Millionen-Zuschuss für Ulm noch nicht entschieden

Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hatte sich in Berlin mit Karliczek getroffen. Danach erklärte Hoffmeister-Kraut dem SWR, dass sie dem geplanten Konzept der Batterieforschung in dieser Konstellation nicht zustimmen könne. Erst müsse geklärt werden, wieviel Geld Baden-Württemberg für Batterieprojekte bekomme.

Laut SWR ist das aber noch offen. Der Sender bezieht sich auf eine Aussage von Forschungsstaatssekretär Wolf-Dieter Lucas. Der habe erklärt, Baden-Württemberg habe bisher bei den Finanzmitteln immer an erster Stelle gestanden. Ob das jetzt auch so sei, müsse sich nun im Wettbewerb um die Fördermittel zeigen.