Die Wände stehen noch. Ansonsten ist alles anders, alles neu. Dort, wo der Ulmer Großgastronom Christian Becker 13 Jahre lang das Café „Becker’s“ führte, haben jetzt zwei junge Frauen das Sagen: Maxi Hartmann (28) und Melek Baylas (29). Sie eröffnen am kommenden Mittwoch ihr gemeinsames Projekt „Stadtkind“ am Theodor-Pfizer-Platz neben der Stadtbibliothek.

Café, Bar, Restaurant? Das „Stadtkind“ ist schwierig einzuordnen. Hier stehen Cocktails und Longdrinks in der Karte ebenso wie Espresso und Cappuccino. Neben Barsnacks gibt es auch verschiedene Pizzen. Alles, was die Küche verlässt, soll eine besondere Note haben. Das ist den beiden Ulmerinnen wichtig. Wer bei Pizza an Funghi oder Calzone denkt, lernt hier Neues kennen - die Variante mit Crème fraîche, Schalotten und Kürbis zum Beispiel.

„Stadtkind“ in Ulm: Innenraum versprüht Großstadt-Flair

Optisch versprüht die Location Großstadt-Flair. Schwarz dominiert. Schmuckstück ist der wuchtige Tresen in der Mitte des Raumes. Dahinter reihen sich die Spirituosen bis knapp unter die Decke. Einige Hocker sind handgefertigt, Melek hat sie selbst entworfen und zusammengebaut. An den Wänden wurden Kunst-Installationen angebracht. „Hierauf“, erklärt Maxi, „werden abends Visuals projiziert.“ Der Ort erzeugt also auch Club-Atmosphäre.

Apropos Club. Am Wochenende spielen im „Stadtkind“ DJs. Maxi, die mehrere Jahre lang als DJane durch Deutschland gereist ist, hat ein klare musikalische Linie für ihr „neues Baby“. Tech- und Deep-House laufen allerdings „eher als Hintergrundbeschallung“. „Man soll sich trotz DJ noch gut unterhalten können“, sagt Melek. Die Lokalität ist die ganze Woche von 18 Uhr bis „spät“ geöffnet. „Spät heißt, dass man hier auch an einem Dienstag nach Mitternacht noch seinen Espresso trinken kann. Wir legen uns nicht auf genaue Öffnungszeiten fest“, betont Maxi.

„Becker’s“-Nachfolger: Vor Eröffnung mehr als 1.000 Instagram-Follower

Die Gastronominnen möchten mit dem „Stadtkind“ Jung und Alt begeistern. Das Konzept spricht allerdings in erster Linie junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren an. Maxi, die Tochter des „Myer’s“-Betreibers Thomas Hartmann, hat mit Melek lange im Ulmer Club hinter der Theke gearbeitet. Die Frauen kennen die Vorlieben ihres Hauptpublikums, sind im selben Alter. Auf Instagram folgen der neuen Location bereits vor der Eröffnung mehr als 1000 User. Dort halten Maxi und Melek ihre Follower mit Impressionen aus der Umbauphase auf dem Laufenden.

Jetzt sind die „Stadtkinder“ auf der Zielgeraden. „Es waren nervenaufreibende Monate. Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht“, sagt Maxi. Am kommenden Mittwoch und Donnerstag geht das „Soft Opening“ über die Bühne, bevor am Freitag und Samstag das offizielle Einweihungswochenende gefeiert wird. „Wir haben einige Überraschungen vorbereitet“, verspricht Melek.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

Das könnte dich auch interessieren: