Die Kunstbar „Stiege“ in der Ulmer Stadtmauer ist zwischen Mai und September einer der Gastro-Hotspots der Innenstadt. Zahlreiche Gäste sitzen an warmen Tagen mit Getränken in der Hand unter freiem Himmel, unterhalten sich und genießen die Sonne – normalerweise.

Stiege in Ulm: Bar-Betrieb läuft ab 24. Juni

In der Corona-Krise durfte die Bar bislang nicht öffnen. Nun hat Betreiberin Petra Schmitt die Erlaubnis des Ordnungsamts erhalten. Am Mittwoch, 24. Juni, darf die Location ab 18 Uhr zum ersten Mal in diesem Jahr wieder öffnen. Es müssten allerdings zahlreiche Hygienevorschriften eingehalten, betont Schmitt auf Anfrage.

Diese Corona-Regeln gelten in der Stiege

Gäste dürfen die Bar nur durch den Eingang an der Herdbrücke betreten und müssen sich mit ausreichend Sicherheitsabstand anstellen. Nachdem die Gäste ihre Getränke im To-Go-Becher erhalten haben, müssen sie die Stiege über das Portal am Donauufer verlassen. Es gilt also das One-Way-Prinzip. Wer ein zweites Getränk möchte, muss über den Rosengarten wieder hoch zur Herdbrücke laufen. Der Aufenthalt im Gemäuer ist nur:
  • während des Bestellens
  • während des Toilettenbesuchs
gestattet. Das Pfand-System wurde abgeschafft. „Wir setzten Ordner ein, die dafür sorgen, dass alles geregelt abläuft“, sagt Schmitt. Die Kundschaft werde dazu angehalten, sich mit ausreichend Abstand um den Ein- und Ausgang zu verteilen.
Schmitt betont, dass die Auflagen „happig“ seien und sie im Vergleich zum Vorjahr mit drastischen Umsatzeinbußen zu rechnen habe. Dennoch freut sich die Wirtin, dass sie die Stiege in dieser Saison noch öffnen kann: „Wir versuchen, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen.“

Kunst in der Stiege: Betreiberin Petra Schmitt arbeitet an neuem Konzept

Das Thema Kunst spiele auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle in der Stiege. Ursprünglich hatte Schmitt vor, eine große Kunstausstellung zum Donaufest in die Bar zu holen. Doch die Corona-Krise hat die Pläne durchkreuzt. Schmitt wolle Alternativen bieten. Die Schaukästen am Donauufer seien bereits restauriert worden. „Wir arbeiten gerade an einem neuen Konzept“, erzählt Schmitt. Wie das genau aussehen wird, werde sie in den nächsten Wochen bekannt geben.