Jubiläum Bantleon: Jeder Maschine ihren Schmierstoff

Haben Bantleon global aufgestellt: Geschäftsführer Heribert Großmann (links) und Produktmanager Rainer Janz.
Haben Bantleon global aufgestellt: Geschäftsführer Heribert Großmann (links) und Produktmanager Rainer Janz. © Foto: Oliver Schulz
Ulm / Julia Kling 04.07.2018

Mit dem Handel von Waschpulver und Wagenfetten starteten vor 100 Jahren die Gründer Hermann Bantleon und Richard Umbach ihr Gewerbe. Heute macht das in der Blaubeurer Straße ansässige Unternehmen den größten Teil seines Umsatzes mit Schmierstoffen für die metallbearbeitende Industrie. „Die Inhaber haben bereits in den 50er Jahren begonnen selber Schmierstoffe herzustellen. Das war die richtige Entscheidung“, ist der heutige Geschäftsführer Heribert Großmann in der Rückschau überzeugt.

Inzwischen verkauft das Unternehmen rund 30 000 Tonnen an Schmierstoffen jährlich weltweit. Und das nicht unbedingt nur an Großabnehmer. „Unsere Mitarbeiter gehen auch zum Kunden an die Maschine und schauen sich die Prozesse an, um dann einen auf die Maschine abgestimmten Stoff zu entwickeln“, erklärt Großmann die Abläufe. „Der Nischenbereich ist unsere Stärke.“ Für Forschung und Entwicklung in den eigenen Labors am Standort in Ulm sind 30 der insgesamt 230 Mitarbeiter zuständig. Getrieben sei dieser Bereich vor allem von Innovationen aber auch von der Gesetzgebung. „Die Kennzeichnung der Produkte wird aufgrund von EU-Vorschriften immer komplexer“, sagt Rainer Janz, Bereichsleiter Produkt- und Qualitätsmanagement.

Erweiterung im Ulmer Norden

Den Weg auf den globalen Markt machte Bantleon auch mit seinen Kunden. „Unsere Kunden haben Werke weltweit aufgemacht, da waren wir gezwungen mitzugehen“, erklärt Großmann. Bis vor 13 Jahren hat sich der Export auf Österreich und die Schweiz begrenzt. Heute zählt das Ulmer Unternehmen über 30 Partner in 40 Ländern.

„Im Augenblick laufen wir auf Hochtouren an unserer Kapazitätsgrenze“, sagt Janz. Ein Grund warum die Logistikhalle am 2006 eröffneten Standort im UImer Norden im kommenden Jahr um 3000 Quadratmeter erweitert werden soll. Auch das Rohstofflager soll neu gebaut werden.

Neben der Produktion der Schmierstoffe sei auch die Wartung derselben durch firmeneigene Mitarbeiter einen wichtiger Geschäftsbereich. „Je intensiver die Pflege, desto langlebiger ist der Schmierstoff“, erklärt Großmann. So könne ein Schmierstoff bis zu zweimal gereinigt und wieder aufbereitet werden. Zudem werden die Stoffe leistungsfähiger. „Eine Zementmaschine, die früher 200 Tonnen benötigte, braucht heute nur noch 20 Tonnen.“ Das sei gerade mit Blick auf die Ressourcen wichtig.

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