Benfiz-Festival Bands gegen Rechts im Liederkranz

Ulm / Claudia Reicherter 10.08.2018

Zum Jubiläumsjahr setzt „Bands gegen Rechts“ auf ein neues Konzept. Im kommenden Frühjahr wird es nicht wie üblich erst eine kleine Club-Show geben, bevor im Sommer das Open Air folgt. Sondern ausschließlich das Freiluft-Festival im August. Zum 10-jährigen Bestehen der Festival-Reihe soll das 20. „Bands gegen Rechts“ dafür umso größer und toller werden, kündigt Stefan Weiß vom Organisations-Team der überparteilichen Gruppierung an. „Wir wollen uns da 2019 voll drauf konzentrieren.“

Im Moment ist das noch Zukunftsmusik, denn unmittelbar steht jetzt erstmal mit dem diesjährigen Sommer-Open-Air das 19. „Bands gegen Rechts“vor der Tür: Morgen, Samstag, anders als geplant erneut im Biergarten Liederkranz. Nachdem der sanierungsbedingt geschlossen war, hatten die Organisatoren zunächst beim Wirt der benachbarten Gaststätte „Teutonia“ in der Friedrichsau angefragt. Und eine Zusage bekommen. Doch dank einer Sondergenehmigung der Stadt treibt nun „Teutonia“-Wirt Stefan Beilhardt zusammen mit dem Verein „Indauna“ auch den Biergarten mit der schönen, großen Bühne um. „Das ist ein glücklicher Zufall“, sagt Stefan Weiß. „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir dort auch unser Jubiläum feiern könnten.“

Für Opfer rechter Gewalt

Entstanden war die Festival-Reihe 2009 als Reaktion auf die Anmeldung eines Aufmarschs der NPD-Jugendorganisation JN. Spontan hatten sich deshalb am 1. Mai rund 30 Musiker zusammengetan, die bei „Ulm gegen Rechts“ gemeinsam auf dem  Ulmer Marktplatz auftraten, unterstützt und gefeiert von etwa 3000 Zuschauern. Daraus ging im Folgejahr „Bands gegen Rechts“ hervor. Von den damaligen Organisatoren ist Günter Stiffel noch federführend für die Sommer-Open-Airs verantwortlich, und Stefan Weiß, der lange im Beteigeuze-Vorstand war,  betreut für „Bands gegen Rechts“ die Club-Konzerte. Der 33-Jährige kam mit 19 von Thüringen, wo er direkt mit Neonazis konfrontiert war, nach Ulm. Das Thema sei nach wie vor relevant, betont er. Und ist stolz darauf, dass über die Jahre mehr als 3300 Euro durch die Benefiz-Konzerte an Opfer rechter Gewalt flossen.

Das „Bands-gegen-Rechts“-Open-Air morgen beginnt um 18 Uhr und endet gegen 22 Uhr. Auftreten werden im Liederkranz Sonic Flame, von 2006 bis 2017 noch unter dem Namen Red Cat firmierend, mit eigenen Rock-Songs; dann Jesus George mit ihrem bekannt-beliebten Cover-Rock- und -Pop und schließlich Smokie Blues, die ihren Stil mit „Texas-Blues aus dem Illertal“ umreißen.

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