Sicherheit Baden-Württemberg setzt auf Sichtschutzwände gegen Gaffer

Verkehrsminister Winfried Hermann hat am Mittwoch die neuen Sichtschutzwände gegen Gaffer präsentiert.
Verkehrsminister Winfried Hermann hat am Mittwoch die neuen Sichtschutzwände gegen Gaffer präsentiert. © Foto: Matthias Kessler
Dornstadt / Thomas Steibadler 23.08.2018

Als eines der ersten Bundesländer wird Baden-Württemberg alle Autobahnmeistereien mit Sichtschutzwänden gegen Gaffer ausstatten. Bei schweren Unfällen sollen die etwa 2,10 Meter hohen mobilen Elemente auf Anordnung der Polizei aufgestellt werden.

Autobahnmeisterei Ulm hat landesweit erstes Set

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat am Mittwoch in der Autobahnmeisterei Ulm in Dornstadt das landesweit erste Sichtschutz-Set übergeben. Wenn man sich einer Unfallstelle nähere seien Vorsicht und Neugier eine natürliche Reaktion, sagte Hermann. „Aber in den vergangenen Jahren ist aus Schauen Gaffen geworden.“ Zudem werde immer häufiger das Handy gezückt, fotografiert oder gefilmt, „während nebenan jemand mit dem Tode ringt“. Das sei rechtswidrig und respektlos, „und das wollen wir abstellen“.

Häufig Folgeunfälle durch Gaffen

Außerdem komme es durch Gaffer häufig zu Folgeunfällen. Von den 16 Autobahnmeistereien in Baden-Württemberg werden Hermann zufolge acht in diesem Jahr mit den Sichtschutzwänden ausgestattet. Die anderen acht im nächsten Jahr. Die einzelnen Elemente können auf einer Länge von bis zu 100 Metern zusammengesteckt werden. Die Gesamtkosten betragen etwa 720.000 Euro und werden Hermann zufolge vom Bund getragen.

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