Bachtage mit glänzenden Solokonzerten

VERENA WESTPHAL 24.06.2013

Gut besucht war das vorletzte Konzert der Wiblinger Bachtage am Freitag in der Martin-Luther-Kirche. Unter der Leitung von Albrecht Schmid wurden Solokonzerte von Bach, Händel und Vivaldi zur Aufführung gebracht.

In strahlendem E-dur eröffnete das Collegium Instrumentale und Ulrich Gröner an der Violine den Barockabend mit dem Konzert für Violine und Orchester von J. S. Bach, BW 1042. Für den Solisten war es ein "Heimspiel", der gebürtige Ulmer, der heute eine Professur in Zürich hat, beeindruckte mit seinem silbrigen, kultivierten Ton und seiner präzisen Spielart. Die erst 19-jährige Juliane Horvath glänzte als Solistin in dem Harfenkonzert in B-Dur von Georg Friedrich Händel.

Mit wachen Augen und Blickkontakt nach allen Seiten zelebrierte Elisabeth Hasselberger in dem Konzert in C-Dur von Antonio Vivaldi für Piccolo-Blockflöte die Kunst der hohen rasanten Töne. In unglaublichen Höhen trillerte und zwitscherte die kleine Flöte, die Solistin lebte in Mimik und Gestus und einem inneren Lächeln in der Musik und vollendete im Allegro molto ihr Spiel in einer lebendigen, äußerst bewegten Darstellung.

Das Brandenburgische Konzert Nr. IV in G-Dur BWV 1049 von J.S.Bach für zwei Blockflöten (Christine Ehret), Violine, Streicher und Basso continuo bildete den krönenden Abschluss in diesem feierlichen Barockkonzert.