Mit dieser Pleite war nicht zu rechnen. Die angestaubten Verbrauchermessen schienen nach Verkürzung der LWF eine Chance zu bekommen, die 50. Auflage schien greifbar nahe. Doch nun ist der private Messeveranstalter UAG insolvent. Die Stadt hat die Firma ohne Angabe von Gründen über die Klippe geschoben.

Nach dem Auslaufen der Mietverträge zum Jahresende ohne weitere Verlängerung hatte die UAG keine Basis mehr. Das macht man nach einer so langen Partnerschaft nicht ohne Weiteres. Das Vertrauensverhältnis muss also zerrüttet gewesen sein – so sehr, dass die Stadt die Leben-Wohnen-Freizeit demnächst an UAG-Unternehmer Peter Kinold vorbei in Eigenregie veranstalten will.

Damit verbindet das Rathaus mit Hallenvermieter Ulm-Messe die Hoffnung, dass die nach wie vor funktionierende Messe längerfristig erhalten und als Einnahmequelle konserviert werden kann. Es spricht allemal für den Aufsichtsrat mit OB Gunter Czisch, dass diese offenbar immer noch beliebte Publikumsmesse nicht einfach vom Tisch gewischt, sondern nochmal auf den Prüfstand gestellt wird.

Das könnte natürlich auch gleich den Wiedereinstieg in eigene Ausstellungsformate der Ulm-Messe bedeuten – von denen man sich allerdings wegen entsprechender Schwankungs­anfälligkeit schonmal aufsehen­erregend getrennt hatte.