Die Vorbereitung hat um ein Vielfaches länger gedauert als die Sprengung selbst. Am Mittwochnachmittag fiel der Aufzugsturm am Gebäude der alten Chirurgie innerhalb von Sekunden nach vorne weg, dann staubte es gewaltig und übrig blieben Trümmer. „Sauber“, merkte einer der Zaungäste an, die sich eingefunden hatten, um die Sprengung zu beobachten. Zufrieden war auch Sprengmeister Olaf Hoyer, der mit seinem vierköpfigen Team bereits am Montag begonnen hatte, insgesamt 180 Löcher zu bohren. Jedes etwa 14 Zentimeter tief. „Da hinein kam jeweils etwa 25 Gramm Sprengstoff“, erklärte Hoyer. Insgesamt rund 3,5 Kilo. Die einzige Unsicherheit war, ob der Aufzugturm glatt von der Wand des denkmalgeschützten Gebäudes getrennt wird, ohne dass es beschädigt wird. Das hat geklappt. Es sah aus als hätte jemand die beiden Bauteile mit dem Messer getrennt. „Auch der Aufschlag des Turmes war optimal. Es flogen keine Bauteile herum“, sagte Hoyer. Gefeiert wird so eine Sprengung nicht unbedingt, sagte der Sprengmeister, der ansonsten befürchtet, „alkoholabhängig“ zu werden. Immerhin gab es Kaffee, Nussschnecken, Spezi und Sprudel. Das hatte die verantwortliche Baufirma organisiert.