Feiern Schwörmontag: Auftakt in die Partynacht

Ulm / swp 24.07.2018
In der Innenstadt ist am frühen Abend weniger los als sonst, der Münsterplatz füllt sich dann aber schnell. Voll, aber entspannt ist es in der Friedrichsau.

Nicht, dass es zum Fischerviertel runter eine Einlasskontrolle gegeben hätte – die Altersgrenze schien trotzdem ziemlich festgezurrt in diesem Jahr rund um Gerberhaus und Wilden Mann: Menschen, die die 20 schon überschritten haben, waren dort am Montagabend rar. Bevor sich dann später am Abend die Massen drängten, war erst verhältnismäßig wenig los in der Innenstadt: An vielen Stellen konnte man sich zunächst noch problemlos durchschlängeln.

Was allerdings manche nicht davon abhielt, es trotzdem hintenrum zu versuchen. Denn zur Straße „Auf der Insel“ im Fischerviertel durften wegen der vielen Wildpinkler und des Lärms nur Anwohner durch. „Warum?“, wollte ein junger Mann wissen – und ließ nicht nach, mit dem Sicherheits-Personal zu diskutieren. Keine Minute später versuchte es eine Frau mit einem unglaubwürdigen „Und wenn ich hier wohne. . . ?“ Womit sie natürlich nicht durchkam. Viele seien dieses Jahr sehr aggressiv, erzählt die Security, und zwar auch die nüchternen Partygänger.

Richtung Rathaus durchmischte sich das Publikum altersmäßig: Die einen saßen ruhig im Hof und ließen sich von DJ Toni in einen deutsch-italienischen Abend grooven, die anderen hörten den Albfetza auf dem Marktplatz zu. Gedränge gab’s zu diesem frühen Zeitpunkt kaum. Auch nicht in der Hirschstraße, wo alle Geschäfte, die kein Essen oder Getränke verkauften, schon früh geschlossen hatten, oder auf dem Münsterplatz, wo das Warm-Up zur Malle-Party lief. Dort hatten sich bis gegen 19.30 Uhr nur ein paar hundert Menschen eingefunden. Kaum eine Stunde später war das Bild ein anderes: Es war knallvoll, alle Altersklassen feierten.

Entspannt ging es auch in der Friedrichsau zu. Vom leichten Nieselregen noch während des Nabadas ließen sich nur wenige abhalten. Die Plätze in Bier- und Kindergärten füllten sich rasch und die Schlangen an den Fressbuden wurden schnell länger.

Feiern bis die Lichter angehen

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr war die Lautstärke der aufspielenden Bands angenehm aufeinander abgestimmt. Allein im Liederkranz ließ die Musik vom Band kaum mehr Unterhaltungen zu und beschallte die Feiernden auf den angrenzenden Wiesen gleich mit. Auf der Dianawiese waren noch bis in den Abend hinein die mitgebrachten Isomatten und Picknickdecken dicht besetzt. Als die Lichterketten dann angingen, packten manche ihre mitgebrachten Lampions aus und sorgten für romantische Stimmung in der Au.

Die Schausteller auf dem Volksfest konnten sich an ihrem letzten Tag über zahlreiche Kundschaft freuen. Egal, ob Losstand, Schießbude oder Kettenkarussell – an beinahe allen Ständen und Fahrgeschäften bildeten sich Schlangen. Für zahlreiche, meist junge Schwörmontagsgänger ging es nach Nabada und einer Erholungsphase in der Au weiter auf den Münsterplatz. Schluss mit Feiern war da noch lange nicht.

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Partys hat es in diesem Jahr in Ulm, Neu-Ulm und drumherum zum Schwörmontag gegeben – mindestens! Von techno-DJs über Live-Bands war alles dabei.

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