Kommentar Rudi Kübler zum Wohnungsmarkt für Studierende Auf Private kommt es an

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Ulm / Rudi Kübler 04.09.2018

Stell dir vor, es ist Semesterbeginn und du stehst auf der Straße. Oder musst in einer Notunterkunft oder bei einem Kommilitonen im Bad übernachten. Ein angenehmer Start ins Studentenleben sieht anders aus.

Freilich: Eine wirklich dramatische Lage auf dem studentischen Wohnungsmarkt zeichnet sich aller Voraussicht nach nicht ab – und das aus drei Gründen: Zum einen tendiert die Zahl der Studienanfänger leicht nach unten. Zum zweiten hat das Studierendenwerk Ulm aus eigener finanzieller Kraft in den vergangenen vier Jahren die Zimmerzahl von 1200 auf 1600 ausgebaut. Und zum dritten ist es Geschäftsführer Claus Kaiser und seinen Mitarbeitern gelungen, die Zahl der privaten Vermieter in der Region über das Angebot der Online-Privatzimmerkartei zu verdreifachen.

Der Bedarf an kostengünstigen Studentenbuden und -wohnungen bleibt dennoch unverändert hoch. Auch weil sich kommerzielle Anbieter von Wohnheimzimmern mit Mieten zwischen 400 und 600 Euro in Preisregionen bewegen, die sich weniger betuchte Studenten nicht leisten können. Sprich: Auf die privaten Vermieter kommt es weiterhin verstärkt an, sie orientieren sich in der Regel an den Mieten, die das Studierendenwerk nimmt.

Potenzielle private Vermieter sollte sich einen Stoß geben: Warum nicht mal eine WG einziehen lassen?

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