Konzert Auf den Spuren der Genies

Cosima Kammel 07.09.2018

Kaum eine Epoche der Musikgeschichte hat so viele großartige Werke hervorgebracht wie die Wiener Klassik. Der widmete sich das Collegium Instrumentale unter der Leitung Albrecht Schmids in der gut besuchten Wiblinger Versöhnungskirche. Der Abend bildete den Abschluss einer sommerlichen Konzertreise, die das Stuttgarter Projektorchester durchs Allgäu geführt hatte. Ein Heimspiel also für den Dirigenten, der in Wiblingen seit 1979 Kantor ist.

Schon mit Franz Schuberts Ouvertüre zum Schauspiel „Die Zauberharfe“ bewiesen die professionellen Musiker mit ausdrucksstarkem Spiel ihr Können und machten Lust auf mehr. Gekonnt differenzierte das Orchester unter der Leitung von Albrecht Schmid die facettenreichen Stimmungen sowie die sich steigernde Dynamik und gestalteten so einen schwungvollen Konzertauftakt.

Es folgte der Höhepunkt des Abends, die beeindruckende Darbietung des jungen Stuttgarter Hornisten Fabian Volle, der scheinbar mühelos das anspruchsvolle Hornkonzert Nr. 3 in Es-Dur von Mozart präsentierte. Untermalt vom homogenen Klang der Streicher fesselte er das Publikum mit dem stets reinen, samtenen Klang seines Instrumentes. Mit Leichtigkeit meisterte er die langen Liegetöne und großen Sprünge, auch in den Kadenzen am Ende des ersten und des letzten Satzes. Auf das muntere Allegro erfolgte mit der schwelgend sehnsüchtigen Romanza ein Stimmungswechsel, bevor das Hornkonzert in das finale Allegro mündete. Sowohl der Solist als auch das Orchester zeigten ihr Können und begeisterten das Publikum mit ihrem gefühlvollen und virtuosen Spiel auf höchstem Niveau.

Krönender Abschluss

Mit Ludwig van Beethovens erster Sinfonie konnte das Collegium Instrumentale noch einmal seine Vielseitigkeit beweisen. Unter Albrecht Schmids Dirigat  entwickelte das Orchester im Laufe der vier Sätze einen bewegten Klangteppich, aus dem sich immer wieder einzelne Stimmen erhoben, um sogleich wieder darin zu versinken. Ergänzt durch den mächtigen Sound der Bläser und den prägenden Rhythmus der Bassisten, die das Musizieren sichtlich genossen.

Am Ende des kurzweiligen Konzertabends wurde das Stuttgarter Ensemble mit lang anhaltendem Applaus für seine hochwertige Darbietung belohnt. Dass sein Instrument sich nicht nur zum Musizieren eignet, zeigte währenddessen Hornist Fabian Volle, als er seinen wohlverdienten Blumenstrauß kurzerhand in den Schallbecher seines Horns steckte.

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