Meinung Kommentar zum Thema Lärmschutz: Auch tagsüber Tempo 30

Carolin Stüwe findet, dass man in der Innenstadt rund um die Uhr Tempo 30 vorschreiben sollte.
Carolin Stüwe findet, dass man in der Innenstadt rund um die Uhr Tempo 30 vorschreiben sollte. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Carolin Stüwe 09.01.2019

Steigt die Einwohnerzahl, brauchen die Menschen mehr Wohnraum. Aber es sind dann auch – trotz Straßenbahnausbau – mehr Fahrzeuge unterwegs. Und: Zur Arbeit, zum Einkaufen und zu diversen Freizeitangeboten wollen die Menschen immer schneller gelangen. Zeit hat heute keiner mehr. Also braucht es entsprechende Verbindungswege, gut ausgebaute Straßen in der Nähe, die zwangsläufig wieder an den wachsenden Wohnsiedlungen vorbeiführen.

Deshalb ist es gut, dass es in Ulm seit 2008 einen Lärmaktionsplan gibt, der hoffentlich auch künftig weiter fortgeschrieben wird. Zumindest nachts gilt jetzt schon auf einigen Hauptverkehrsstraßen wie in der Karlstraße Tempo 30.

Engagement durch Verein „Leben in der Stadt“

Aber auch tagsüber wird der Lärm nicht weniger. Deshalb könnte ruhig die gesamte Innenstadt rund um die Uhr beruhigt werden. Messungen belegen es: Eine Reduzierung von Tempo 50 auf Tempo 30 senkt den Lärmpegel nachweislich um drei bis vier Dezibel. Das ist viel: Die Fahrgeräusche halbieren sich.

Dass sich bisher schon etliches getan hat in Ulm, ist mit dem Verein „Leben in der Stadt“ zu verdanken, der vor 20 Jahren gegründet wurde. Inzwischen haben die Mitglieder viel Erfahrung in der Vertretung der Bewohnerinteressen gesammelt, nehmen weiterhin Anregungen und Hinweise an – und werden laut, wenn es nötig wird.

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