Hochwasser Anträge: Nach Starkregen jetzt schnell handeln

Ulm / cst 07.09.2018

„Die Zeit für Debatten ist rum, es muss gehandelt werden“, heißt es im Antrag der Rathausfraktion der Grünen. Auch die SPD fordert „Sofortmaßnahmen“. Damit hätte man schon vor zwei Jahren beginnen können nach dem Starkregen Ende Mai 2016. Und die FWG berichtet von einer „großen Betroffenheit“ seitens des Einsinger Ortschaftsrates und dortiger Bürger. „Sie fühlen sich allein gelassen.“ Einsingen sei nicht bereit, bis zur Ausarbeitung eines Ulmer Gesamtkonzepts zum Hochwasserschutz zu warten. Anlass des kommunalpolitischen Engagements ist das Hagelunwetter vom 29. August, nach dem wie berichtet Unterführungen in Ulm, Straßen in Söflingen und erneut die neuralgischen Punkte in Einsingen unter Wasser standen. Deshalb fordert die SPD konkret:

  • Retentions-(Regenrückhalte-)flächen am Ortseingang von Einsingen aus Richtung Eggingen;
  • das Schachtbauwerk des Rötelbachs an der B 311 erneuern;
  • den Einsinger Rötelbach säubern und die Steine, die 2016 aus der Uferbefestigung gerissen wurden, aus dem Bach holen;
  • im gesamten Stadtgebiet sollten bei Starkregen sofort Mitarbeiter unterwegs sein, um verstopfte Gullis zu säubern.

Die Grünen gehen sogar so weit, dass sie die Art der Bewirtschaftung der siedlungsnahen Felder und Wiesen hinterfragen, da die Einsinger Gullis beim Unwetter mit Stroh und Gras verstopft waren. Die Verwaltung solle Auflagen für die landwirtschaftlichen Pachtflächen ausarbeiten.

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