Statistik Anrufe falscher Polizisten nehmen im Alb-Donau-Kreis zu

Ulm / Lisa Mahlke 25.08.2018

Steigende Zahlen Auch in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis gibt es immer mehr Betrüge durch falsche Polizeibeamte. Das zeigen Zahlen der Polizei: In Ulm gab es 2016 drei Fälle, im vergangenen Jahr bereits 89. Im Alb-Donau-Kreis waren es 2017 bereits 24 solcher Betrügereien, im Jahr davor nur fünf. Die Tendenz für das laufende Jahr ist ebenfalls steigend, abschließende Zahlen liegen allerdings noch nicht vor. Auffallend ist laut Polizei die hohe Zahl von Fällen, in denen die Betrüger scheitern. Von den 89 Versuchen im vergangenen Jahr in Ulm scheiterten die Täter in 81 Fällen. Im Alb-Donau-Kreis gelangen nur zwei Versuche, 22 Mal scheiterten die Betrüger. Aufgeklärt wurden dort jedoch nur drei Fälle, in Ulm war es 2017 einer.

Tipps „Die hohe Zahl der Versuche und die niedrige Zahl aufgeklärter Fälle hängen auch damit zusammen, dass die Täter sehr vorsichtig vorgehen“, sagt Wolfgang Jürgens vom Polizeipräsidium Ulm. Bei der geringsten Vermutung, die Polizei könne im Spiel sein, lassen sie schon von ihrem Vorhaben ab. Auch Jürgens stellt fest, dass fast ausnahmslos Senioren angerufen werden, weil oft in den Telefonverzeichnissen Vor- und Zuname vermerkt sind. Jede Generation habe typische Vornamen. Deshalb empfiehlt die Polizei, die Vornamen in den Telefonverzeichnissen nicht aufnehmen oder streichen zu lassen. Sie rät, keine Unbekannten in die Wohnung zu lassen und ihnen niemals Geld zu übergeben. Wer im Zweifel eine Behörde anruft, soll den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten lassen.

Info Weitere Tipps gibt die Polizei außerdem im Internet unter www.polizei-beratung.de.

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