Ulm Anklage wegen Mordversuchs gegen Rockerchef

HUM 25.06.2013

Die Staatsanwaltschaft Ulm hat Anklage wegen versuchten Mordes gegen ein 25-jähriges Mitglied der von der Polizei als rockerähnlich eingestuften Gruppe Black Jackets erhoben. Der Mann aus Aalen hat nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Ende Februar bei einer großen Auseinandersetzung auf der Blaubeurer Straße mit einer scharfen Waffe gezielt auf Kontrahenten geschossen, diese aber verfehlt. Wie berichtet, war es damals wegen persönlicher Animositäten zu heftigen Schlägereien zwischen den Black Jackets und den mittlerweile verbotenen Red Legions aus Stuttgart gekommen. Die Ulmer Gruppe betreibt in der Blaubeurer Straße mit den Lusthäusern I und II zwei Bordelle und hat die Stuttgarter Rockergruppe nachhaltig provoziert und zu den Schlägereien nach Ulm gelockt. Der 25-Jährige soll zudem zwei andere Bandenmitglieder mit einem Schlagstock in der Hand aus einer Spielhalle gezerrt und sie dann mit Tränengas besprüht haben. Mitangeklagt ist der 31-jährige Europa-Chef der Black Jackets, der sich mit dem 25-Jährigen zusammen schwere Gewaltdelikte schuldig gemacht haben soll. Beispielsweise, indem sie ein anderes Mitglied ihrer Gruppe mit Schlägen und Tritten zur Zahlung eines intern verhängten, so genannten "Strafgeldes" gequält haben. Beide Beschuldigte schweigen bislang. Der 25-Jährige ist mehrfach vorbestraft.