Es gibt acht Therapieräume sowie Büros für Psychotherapeuten und Verwaltungsangestellte. Die offizielle Eröffnung folgt voraussichtlich im Juni.

Behandelt werden Depressionen, Traumafolgestörungen, anhaltende Trauerreaktionen und Essstörungen. Darüber hinaus werden Ulmer Studierende und Forscher von der Einrichtung profitieren, teilt die Uni mit. Ab dem Wintersemester können Studierende dort Praktika absolvieren und Abschlussarbeiten verfassen. Angehende Akademiker erhalten die Möglichkeit, Psychotherapie vor Ort zu erleben, diagnostische Verfahren und das Erstellen von Gutachten einzuüben. Das Einverständnis der Patienten vorausgesetzt, wollen Wissenschaftler die Praxis für ihre Forschung nutzen. Ihre Ergebnisse könnten wiederum zu einer verbesserten Psychotherapie beitragen, heißt es.

Patienten mit Depressionen und Angsterkrankungen oder mit anderen psychischen Erkrankungen warten bisher in Ulm und Umgebung im Durchschnitt bis zu sieben Monate lang auf einen Therapieplatz. In der neuen Hochschulambulanz werden Erwachsene in Einzel- und Gruppensitzungen mit dem Schwerpunkt Verhaltenstherapie behandelt. Dafür stehen approbierte Psychotherapeuten bereit. "Wir wollen nicht in Konkurrenz zu niedergelassenen Kollegen treten, sondern deren Angebot ergänzen", betont Dr. Roberto Rojas, Psychotherapeut und Geschäftsführer der Hochschulambulanz. Das psychotherapeutische Angebot soll stetig erweitert werden, so dass Ende des Jahres 40 bis 50 Plätze zur Verfügung stehen werden.Info Telefonnummern und Sprechzeiten finden sich auf der Webseite unter www.uni-ulm.de/in/phsa