Nuwog Angebote für den sozialen Wohnungsbau

Neu-Ulm / swp 19.07.2018

Kein Stillstand in der Münsterblickstraße:  Gestern war Baubeginn für den zweiten Bauabschnitt des Wohnungsbauvorhabens der Nuwog und Stadt Neu-Ulm. Dabei entsteht im geförderten sozialen Wohnungsbau ein viergeschossiges Gebäude mit 40 Wohneinheiten in außergewöhnlicher Architektur. Sie vermittle „in der heterogenen Nachbarschaft eine eigenständige, frische und positive Ausstrahlung“ hatte das Preisgericht im Architektenwettbewerb geurteilt.

Die Besonderheiten:  Die vom Wiener Architekturbüro StudioVLAY geplanten Gebäude haben Holzfassaden und sind kreuzförmig um zwei innenliegende Treppenräume angeordnet. Das schafft stark gegliederte Baukörper und Freiräume um sie herum. Das Erdgeschoss mit überdachten Fahrradabstellplätzen ermöglicht großzügige Durchblicke. Parallel zur Südfassade soll ein Gartenband für die Gemeinschaft angelegt werden. Entlang der Zufahrtsstraße im Norden entsteht ein Platz, auf dem sich die Nachbarn treffen können. Er ist zugleich Eingang zu den beiden Treppenhäusern. 

Stahlbeton-Skelett

Die Elementbauweise ist innovativ und wirtschaftlich zugleich. Tragende Konstruktion und Erschließungskern bilden ein Stahlbeton-Skelett, in das Holzelementwände eingestellt werden. Die Fassade ist aus Lärchenholz. Im Innern der Wohnungen fügen sich die Fichtenholz-Oberflächen der Außenwand-Elemente harmonisch ein in die wahrnehmbare Stahlbetonstruktur. Die Mietwohnungen entstehen im Modellvorhaben „Effizient bauen – leistbar wohnen – Mehr bezahlbare Wohnungen für Bayern“ der Obersten Baubehörde.

Das Projekt „Münsterblickstraße – Bauabschnitt 2“ ist Bestandteil des Wohnungsbauprogramms. Die Nuwog wird bis zum Jahr 2021 insgesamt 440 neue Wohnungen bauen.  Denn die Lage am Wohnungsmarkt in Neu-Ulm ist angespannt. Bereits Ende 2017 konnten in diesem Zusammenhang zwei Gebäude mit 36 Wohnungen (Bauabschnitt 1) auf dem Gelände südlich der ehemaligen Bundesfestung „Vorfeld“ bezogen werden. Mit dem zweiten Bauabschnitt, der 8,5 Millionen Euro kostet,  ist jetzt begonnen worden. Er soll 2019 fertig werden.

Im dritten Abschnitt kommen von 2019 an 27 Eigentumswohnungen mit Tiefgarage hinzu.  Dabei ist hervorzuheben, dass sich die geförderten Miet- und die frei finanzierten Eigentumswohnungen in ihrer Typologie stark ähneln. Ebenfalls noch in diesem Monat wird ein weiteres Projekt in Angriff genommen.  Voraussichtlich am 23. Juli beginnt der Bau von 31 Sozialwohnungen an der Alten Stadtgärtnerei.

 

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