FWG-Stadtrat Andreas Schuler ist derzeit überhaupt nicht gut auf die Neu-Ulmer Stadtverwaltung zu sprechen. "Die sagen nur noch, was alles nicht geht, statt Lösungen aufzuzeigen." Als Beispiel dafür nennt er die Handwerker und Künstler, die aus den Gebäuden auf dem Weiss-Areal ausziehen mussten, weil das Gelände von der Realgrund mit Wohnungen neu bebaut wird. Die FWG, die FDP und die Guggenmusiker der Donaupiraten haben Räume mit 200 Quadratmetern in der Bundesfestungsbastion 5 (Memminger Straße, Ecke Turmstraße) gemietet. "Wir würden einen großen Teil davon an die Künstler und Handwerker abtreten." Die seien sehr interessiert gewesen, und entsprechende Gespräche hätten auch schon stattgefunden. Zuerst, so Schuler, habe die Stadtverwaltung die Miete versiebenfacht. Und nachdem die Künstler und Handwerker überrascht nachfragten, sei ihnen mitgeteilt worden, dass die Räume für sie ungeeignet seien.

Die Künstler und Handwerker seien zurecht frustriert, zumal sie auch versprochen hätten, für den Ausbau selbst zu sorgen und die Denkmalschutzbestimmungen dabei einzuhalten. "Die sind sich jetzt richtig verarscht vorgekommen." Und die FWG ist auch stocksauer: "Das ist doch ein Witz. Ich versteh nicht im Ansatz, dass die Verwaltung derzeit vielen Knüppel zwischen die Beine wirft. So vergrault man letztendlich alle." edru